IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern
Energiejobs-Newsletter | RENIXX World | Veranstaltungen | Stromwechsel | Newsletter | |
 
19.12.2017, 11:04 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Was wird aus der insolventen Phoenix Solar AG?

Sulzemoos - Das Amtsgericht München hat dem Antrag der Phoenix Solar AG auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stattgegeben und Michael Jaffé zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Aussichten des Solarunternehmens bleiben ungewiss.

Nach dem Insolvenzantrag der Phoenix Solar AG hat der Insolvenzverwalter Michael Jaffé die Arbeit aufenommen. Sein Auftrag ist es nun, das vorhandene Vermögen im Interesse der Gläubiger zu sichern und die Möglichkeiten einer Fortführung bzw. einer übertragenden Sanierung zu prüfen.

Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld
Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung am Standort Sulzemoos hatte der Isolvenzverwalter bereits über die ersten Schritte informiert. Das Wichtigste zunächst für die Mitarbeiter: Sie werden schnellstmöglich das ihnen zustehende Insolvenzgeld erhalten. Eine Vorfinanzierung wird in Abstimmung mit der Agentur für Arbeit derzeit vorbereitet. Bis einschließlich November hatten sie noch ihre regulären Gehaltszahlungen erhalten.

Phoenix-Geschäftsbetrieb läuft weiter - Perspektiven ungewiss
Der Geschäftsbetrieb bei Phoenix Solar soll zunächst weitestgehend fortgeführt werden. Mit eigenen Tochtergesellschaften in 10 Ländern auf drei Kontinenten und rund 120 festangestellten Mitarbeitern (Stand: 30.09.2017) hat das Unternehmen zuletzt (2016) ein Umsatzvolumen von 139,3 Mio. Euro erzielt. Der Vorstand ist zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter derzeit dabei, dafür zu sorgen, dass die laufenden Projekte (vorwiegend im asiatisch-pazifischen Raum) weiter wie geplant abgearbeitet werden können.

"Unsere international anerkannte Kompetenz und Erfahrung bei der Realisierung von Photovoltaik-Großkraftwerken machen uns interessant für potenzielle Investoren. Einige Interessenten haben sich bereits gemeldet, wir sind auch aktuell schon in ersten Gesprächen", sagte Finanzvorstand Manfred Hochleitner vor den Mitarbeitern am Standort Sulzemoos. Voraussetzung für eine Investoren-Übernahme ist jedoch, dass das Unternehmen weiter funktionsfähig bleibt.

US-Tochtergesellschaft zieht deutshe Muttergesellschaft in die Insolvenz
Nach Ziehung von projektbezogenen Akkreditiven im Umfang von rund 8 Mio. USD durch einen großen Kunden der Phoenix Solar Inc. (der Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG in den USA) war die Muttergesellschaft Phoenix Solar AG mit Erstattungsansprüchen der ausstellenden Banken in gleicher Höhe konfrontiert. Dies überstieg die finanziellen Möglichkeiten der Phoenix Solar AG, führte daher zur Zahlungsunfähigkeit und zwang den Vorstand, am 13. Dezember 2017 Insolvenz anzumelden. Versuche der Unternehmensführung, mit dem erwähnten US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer Lösung zu kommen, blieben erfolglos. Per Ende September 2017 verfügte Phoenix Solar noch über einen Finanzmittelbestand von 2,2 Mio. Euro.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017


Weitere Meldungen aus der Solarbranche
Phoenix Solar ist insolvent
Solar-Zahlen von Manz und SMA - Phoenix Solar mit Gewinnwarnung
Phoenix Solar baut Photovoltaik-Kraftwerk in der Türkei
juwi nimmt zwei Solarkraftwerke in der Türkei in Betrieb
Photovoltaik-Produkte von IBC SOLAR AG
Veranstaltung: Das EEG 2017 – Mieterstrom, Messung und neue Rechtsgrundlagen
Bewerten Sie diese Meldung:
Sehr interessant | Interessant | Geht so | Uninteressant  

Meldung drucken | Artikel empfehlen
 

Aktuelle IWR-Ticker-Meldungen:


18.07.2018 - Drehpunkt bringt neues Eisman-Abrechnungsmodul auf den Markt
17.07.2018 - IEA besorgt wegen Rückgang der Energieinvestitionen
17.07.2018 - Innenparkverkabelung von Merkur Offshore fertiggestellt
16.07.2018 - Offshore Windparks sollen nachts weniger blinken
13.07.2018 - Solarworld kaum zu retten
13.07.2018 - IG Metall erwartet weiteren Stellenabbau in der Windbranche
12.07.2018 - Enova ersetzt Großkomponente an Enercon Windenergieanlage
11.07.2018 - Deutschland führend bei Offshore-Windstrom in Europa
11.07.2018 - EEG-Milliardenkonto schrumpft im sommerlichen Juni 2018
11.07.2018 - BGH bestätigt Urteil wegen Anlagenbetrugs mit Solaranlagen
11.07.2018 - Weltec baut Kooperation mit französischem Partner aus
10.07.2018 - Rekordauftrag für Nordex aus Brasilien
06.07.2018 - Dänemark plant 55 Prozent erneuerbare Energien
06.07.2018 - Neuer europäischer Solarstrom-Rekord im ersten Halbjahr 2018

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

IWR Digitale Medien - One Stop Media Shop für die Energiewirtschaft
Pressemitteilungen IWR-Pressedienst.de | Marketing Energiefirmen.de | Recruiting Energiejobs.de | Termine Energiekalender.de |

Energienetzwerk der Energiewirtschaft und Branchenverbund
iwr.de | Windbranche.de | Offshore-Windenergie | Solarbranche.de | Bioenergie-Branche | Solardachboerse.de | RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz | Klimaschutz | Windkalender | Stromkalender

Verbraucherportale Energie - Strom- und Gasanbieter
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de


Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt