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16.04.2021, 13:06 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Floating Offshore: Hexicon und Aker Offshore Wind kooperieren in Schweden

Stockholm – Das Potenzial für schwimmende Offshore Windkraftanlagen weltweit ist riesig, auch in Schweden. Das schwedische Unternehmen Hexicon und die norwegische Aker Offshore Wind haben eine Vereinbarung getroffen, um die Möglichkeiten für schwimmende Windkraftanlagen zu erkunden.

Bereits seit 2020 ist Schweden aus der Kohleverstromung ausgestiegen, die noch laufenden Atomkraftwerke sind die Jahre gekommen. Als Alternative wird die Nutzung der Offshore Windenergie angesehen, die schwedische Küstenlinie bietet mit über 26.000 km Länge ein gewaltiges Potenzial.

Floating Offshore Potenzial in Schweden – Joint Venture geplant
Hexicon und Aker Offshore Wind gehen von einem Potenzial von mehreren GW Leistung in Schweden aus und planen die Gründung eines 50:50 Joint Ventures. Auf dieser Basis sollen schwedische Projekte realisiert werden. "Als schwedisches Unternehmen wollen wir eine aktive Rolle bei der heimischen Energiewende spielen. Schweden hat einen großen Energiebedarf, und die schwedische Industrie ist auf eine stabile Energieversorgung angewiesen", sagt Marcus Thor, Chief Executive Officer von Hexicon. "Gemeinsam mit dem großartigen Team von Aker Offshore Wind können wir die Entwicklung der ersten schwimmenden Windprojekte in Schweden beschleunigen. "

Das in Stockholm ansässige Unternehmen Hexicon wurde 2009 gegründet und verfügt über ein erfahrenes Team, das mit anderen etablierten Industriepartnern in Ländern wie Korea und Schottland schwimmende Offshore-Windprojekte entwickelt.

Prognose: Ausbau der Offshore Windenergie – Ausstieg aus der Kernenergie
Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass der schwedische Offshore-Windmarkt voraussichtlich wachsen wird, da das Land Pläne zur Steigerung der erneuerbaren Energieerzeugung umsetzt und bis 2045 das Ziel von "Netto-Null"-Treibhausgasemissionen erreichen will. Schweden strebt danach den Ausstieg aus der Kernenergie an, die derzeit 40 Prozent des Energiemixes ausmacht und will diese laut Hexicon durch erneuerbare Energien ersetzen. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf aufgrund des Bevölkerungswachstums, der Elektrifizierung der Infrastruktur und der Industrie. Schweden habe zudem einen gut etablierten Markt für Stromabnahmeverträge (PPA) für Unternehmen, in dem mehrere internationale Unternehmen in den letzten Jahren Onshore-Wind-PPAs unterzeichnet haben. Hexicon und Aker Offshore Wind werden deshalb eine Reihe von Möglichkeiten prüfen, um sich attraktive Abnahmepartner für erneuerbare Energie zu sichern.

Schwedischer Schlingerkurs bei der Nutzung der Atomenergie - Kohleausstieg seit 2020
Bereits im Jahr 1980 wurde in Schweden der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, doch in der Folgezeit passierte lange nichts. Erst 1999 wurde das AKW Barseback 1 stillgelegt, 2005 folgte der zweite Block. Erst zum Ende der 2010er Dekade wurden weitere Atomkraftwerke in Schweden vom Netz genommen, darunter die Atomkraftwerke Askarsham 1 (2017) und 2 (2016) sowie jüngst die Atomkraftwerke Ringhals 1 (2020) und Ringhals (2019). Im aktuellen Jahr 2021 sind damit in Schweden noch sechs alte Atomkraftwerke (Forsmark 1 – 3, Oskarsham 3 sowie Ringhals 3 und 4) in Betrieb. Diese Atomkraftwerke sind mittlerweile zwischen rd. 35 und 40 Jahren in Betrieb.

Schneller als der Atomausstieg ist in Schweden der Ausstieg aus der Kohleverstromung verlaufen. Im Jahr 2020 wurde das letzte schwedische Kohlekraftwerk (Värtaverket) endgültig stillgelegt.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2021


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