IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern
Energiejobs-Newsletter | RENIXX World | Veranstaltungen | Stromwechsel | Newsletter | |
 
03.05.2021, 15:37 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Umfrage: Grüner Wasserstoff bietet einmaliges Innovations-Potenzial für Hafenstandort Hamburg

Hamburg - Wasserstoff spielt eine entscheidende Rolle für die Umsetzung der Energiewende. Das sehen auch die Unternehmen in Hamburg so, wie eine aktuelle Umfrage des Branchennetzwerks Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (Cluster EEHH) zeigt.

Das Cluster EEHH hat im April 2021 rund 190 Mitgliedsunternehmen zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Metropolregion Hamburg befragt. Unter den Befragten herrscht große Einigkeit über das enorme Potenzial einer Wasserstoffwirtschaft in Hamburg.

Wasserstoffwirtschaft essenziell für wirtschaftliche Entwicklung in Hamburg
Etwa ein Viertel der befragten Mitgliedsunternehmen des Clusters EEHH hält eine Wasserstoffwirtschaft für den Standort Hamburg nicht nur für sehr wichtig, sondern stuft diese als essenziell für die wirtschaftliche Entwicklung im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie ein. Eine norddeutsche Wasserstoff-Kooperation wird von über 80 Prozent der Befragten als wichtig oder essenziell angesehen.

Ein breiter Konsens besteht auch hinsichtlich der Bedeutung einer Wasserstoffwirtschaft für regionale Wertschöpfungsketten: Gut 60 Prozent der Teilnehmenden halten sie für sehr bedeutend, ein Drittel für wichtig. Eine Mehrheit von 64 Prozent sieht aber noch fehlende Glieder in der Wertschöpfungskette am Standort Hamburg.

Die Umfrageteilnehmenden sehen verschiedene Faktoren als besonders wichtig für die Hochlaufphase einer Wasserstoffwirtschaft an. Gleich hinter einer verbesserten Regulatorik (u.a. Fragen zu den Verteilnetzen, langwierige Baugenehmigungen, unzureichende (finanzielle) Anreize sowie gleichzeitig hohe Steuern und Abgaben) und Planbarkeit rangiert eine stabile Abnehmerstruktur, die zwei Drittel als besonders entscheidend erachten. Die Hälfte der Befragten stuft auch jeweils eine kontinuierlich steigende Abnahme und die Skalierbarkeit der Elektrolyseure als wichtigste Voraussetzungen für den Hochlauf ein.

Neue Infrastrukturen Voraussetzung für Importe von Wasserstoff per Schiff
Im Hinblick auf die Versorgung mit Wasserstoff halten 47 Prozent der Befragten in 10 Jahren Wasserstoffimporte per Schiff für wahrscheinlich, jeweils 25 Prozent rechnen bereits in 5 Jahren bzw. erst in 15 Jahren damit. Diese Differenzen begründen sich unterschiedlich. Die Prognose des 10 Jahres-Zeitraumes ergibt sich aus neuen erforderlichen Infrastrukturen an der Unterelbe, die den Import und die Weiterverteilung des Wasserstoffes erst sicherstellen würden. Hierfür ist Zeit erforderlich.

Andere Befragte setzen dagegen auf das Hochfahren der Eigenproduktion in Deutschland oder plädieren für den Import per Pipeline statt per Schiff. Auch für die leitungsgebundene Einfuhr nennen die Befragten allerdings je zur Hälfte einen Zeithorizont von 10 oder 15 Jahren.

Im Hinblick auf die Herkunft des zu importierenden Wasserstoffes, hat zwar kein Land bzw. keine Region eindeutig die Nase vorn. Eine klare Mehrheit von über 80 Prozent der Befragten spricht sich jedoch für Importe aus anderen EU-Ländern, Norwegen und dem Vereinigten Königreich aus. Wichtiger als die Herkunft ist aus Sicht der Befragten aber die Art der Erzeugung. So forderten drei Viertel der Befragten den Import von nachhaltig produziertem grünen Wasserstoff.


„Der Aufbau einer sektorenübergreifenden Wasserstoffwirtschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Von entstehenden Synergien profitieren alle Beteiligten. Langfristig gesetzte klare Rahmenbedingungen und intelligente Anreize seitens der Politik sind daher das Gebot der Stunde“, so EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens im Hinblick auf den Aufbau einer Wasserstoffwirtschafft in der Metropolregion Hamburg.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2021


Mehr Nachrichten und Infos aus der Regenerativen Energiewirtschaft
WAB und EE.SH bauen Kooperation bei Windkraft und grünem Wasserstoff aus
RWE, Shell & Co: Konsortium plant Nordsee-Pipeline für grünen Wasserstoff
Forscher produzieren grünen Wasserstoff ohne Elektrolyseure
Uniper plant nationalen Knotenpunkt für grünen Wasserstoff
Stellenangebot Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (Brasilia): Leiter*in der Komponente grüner Wasserstoff und PtX
Original PM: Deutsche WindGuard betreut Windenergieanlagen von „Windwasserstoff Salzgitter“
Industrie-Förderung Gesellschaft mbH (Berlin) sucht: Projektreferentin / Projektreferent (w/m/d) Wasserstoffmarkt
Online Pressemappe des EE HH Clusters auf www.iwrpressedienst.de
Bewerten Sie diese Meldung:
Sehr interessant | Interessant | Geht so | Uninteressant  

Meldung drucken | Artikel empfehlen
 

Aktuelle IWR-Ticker-Meldungen:


07.05.2021 - Januar bis April 2021: Windmarkt in Deutschland ohne Dynamik, Solarmarkt zieht an
07.05.2021 - April 2021: Windstromerzeugung legt zu - Neuer Solarleistungsrekord
06.05.2021 - RWE und Partner untersuchen umweltschonendere Installationsmethode für Offshore-Fundamente
06.05.2021 - Deutsche Windtechnik punktet bei BNK-Nachrüstung im Windfeld Wanderup
06.05.2021 - 10 jähriges Jubiläum: EnBW Offshore-Windpark Baltic 1 deutlich über den Erwartungen
05.05.2021 - Vestas Umsatz geht in Q1 zurück, EBIT rutscht weiter ins Minus, Auftragsbestand auf Allzeithoch
05.05.2021 - Siemens Gamesa Zahlen Q 2 2021: Umsatz gestiegen - Verluste verringert - Quartalsrekord beim Auftragseingang
05.05.2021 - Studie: Elektromobilität sorgt 2030 für sinkende Haushaltsstrompreise
04.05.2021 - Stimmen zu den aktuellen Ergebnissen der BNetzA-Ausschreibung
04.05.2021 - Juwi erhält Zuschlag zum Bau von weltgrößtem Offgrid-Solar-Hybrid-Projekt der Minenindustrie
04.05.2021 - Ballard Power mit schwachen Quartalszahlen - Warten auf die Trendwende
03.05.2021 - Umfrage: Grüner Wasserstoff bietet einmaliges Innovations-Potenzial für Hafenstandort Hamburg
03.05.2021 - EE-Ausschreibungen der BNetzA: Solarenergie stark überzeichnet, Windenergie und Biomasse schwach
03.05.2021 - Börse KW 17/21: RENIXX im Wartemodus - Verbund setzt auf PV - Vestas-Aktiensplit - Tesla punktet wieder - Nordex mit NL-Auftrag - Ørsted Q1-Ergebnis schwächelt - Scatec enttäuscht

 
 
 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

IWR Digitale Medien - One Stop Media Shop für die Energiewirtschaft
Pressemitteilungen IWR-Pressedienst.de | Marketing Energiefirmen.de | Recruiting Energiejobs.de | Termine Energiekalender.de |

Energienetzwerk der Energiewirtschaft und Branchenverbund
iwr.de | Windbranche.de | Offshore-Windenergie | Solarbranche.de | Bioenergie-Branche | Solardachboerse.de | RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz | Klimaschutz | Windkalender | Stromkalender

Verbraucherportale Energie - Strom- und Gasanbieter
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de


Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt