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16.11.2021, 16:19 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Nordex trotzt Kostenanstieg mit neuen internationalen Aufträgen

Hamburg - Nordex hat die in der Vorwoche veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale 2021 bestätigt. Zwar ist die Profitabilität durch den unerwarteten und massiven Anstieg der Rohstoff- und Logistikkosten beeinträchtigt, die gute Auftragslage stimmt die Anleger jedoch positiv.

Lieferengpässe und steigende Rohstoffpreise stellen die Industrie derzeit vor Herausforderungen, die so nicht absehbar waren. Die daraus resultierenden Bremswirkungen zeigen sich auch beim Windturbinenhersteller Nordex, der seine Prognose für das laufende Jahr angepasst hat. Gleichwohl sorgen ein hoher Auftragsbestand und neue Aufträge bei den Investoren für gute Laune. Nach dem Großauftrag in der letzten Woche aus Irland meldet die Nordex Group heute (16.11.2021) eine Order über knapp 70 Megawatt (MW) aus der Türkei. Der Aktienkurs klettert.

Nordex Group bestätigt vorläufige Zahlen
Die Nordex Group hat die in der letzten Woche (08.11.2021) veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigt. Der Windturbinenhersteller hat in den ersten neun Monaten 2021 einen Konzernumsatz von knapp 4,0 Mrd. Euro (9M/2020: 3,2 Mrd. Euro) erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 100,7 Mio. Euro (9M/2020: 70,8 Mio. Euro), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 2,5 Prozent (9M/2020: 2,2 Prozent).

In den ersten drei Quartalen 2021 steigerte die Nordex Group ihren Auftragseingang im Segment Projekte (ohne Service) von 3,8 GW auf 4,6 GW; dies entspricht einem Wert von 3.219 Mio. Euro (9M/2020: 2.642 Mio. Euro). Per Ende September 2021 verfügte die Nordex Group über einen Auftragsbestand von 8,0 Mrd. Euro (9M/2020: 7,9 Mrd. Euro). Davon entfallen 5,0 Mrd. Euro (9M/2020: 5,1 Mrd. Euro) auf das Segment Projekte und 3,0 Mrd. Euro (9M/2020: 2,8 Mrd. Euro) auf das Segment Service.

Aufgrund des durch steigende Rohstoff- und Frachtkosten sowie temporäre Lieferkettenstörungen geprägten Makroumfeldes hat Nordex die Prognose für das Gesamtjahr 2021 angepasst. Demnach rechnet Nordex für 2021 nun mit einer EBITDA-Marge von rund 1 Prozent (bisher: 4,0-5,5 Prozent). Nordex geht allerdings davon aus, die gegenwärtigen Herausforderungen zu überwinden und strebt mittelfristig weiterhin das strategische Ziel von 8 Prozent EBITDA-Marge an. Grundlage dafür ist, dass sich die externen Märkte stabilisiert haben und die Zeit der Kosten- und Preisanpassungen vorüber ist, so Nordex.

„Unser Produktportfolio wird unverändert stark nachgefragt und auch die Aussichten für unsere Branche bleiben durch die ambitionierten politischen Klimaziele vieler Länder sehr vielversprechend. Jetzt geht es für uns vor allem darum, unsere Produktions- und Installationsaktivitäten effizient voranzutreiben sowie die extrem hohen Kosten für Rohstoffe und Logistik zu managen, da dieses volatile Umfeld uns noch eine Weile begleiten könnte“, so Nordex CEO José Luis Blanco.

Nordex erhält Aufträge aus der Türkei und Irland
Auch im November punktet Nordex mit neuen Aufträgen. Aus der Türkei hat der Windturbinenhersteller von Enerjisa Ureti, dem größten türkischen Kraftwerksbetreiber, einen Auftrag über 12 Anlagen des Typs N163/5.X für den 68,4 MW Windpark „Erciyes“ erhalten. Der Auftrag umfasst neben der Lieferung und Errichtung der Turbinen auch einen langjährigen Service- und Wartungsvertrag. Bei dem Auftrag handelt es sich für Nordex um die erste Order in der Türkei für einen Windpark mit Anlagen der 5-MW-Klasse. Nordex wird die Turbinen der Delta4000-Serie im Betriebsmodus von 5,7 MW errichten. Der Standort des Windparks befindet sich in der Provinz Kayseri in der Region Zentralanatolien.

Einen Großauftrag hat Nordex in der letzten Woche (10.11.2021) zudem aus Irland gemeldet. Für den Windpark Ardderroo liefert Nordex 15 Turbinen des Typs N149/4.X sowie weitere 7 Anlagen des Typs N149/5.X. Der Auftrag umfasst zudem einen 20-jährigen Premium-Service-Vertrag. Der Standort des Windparks mit einer Gesamtleistung von 101 MW befindet sich im County Galway an der Westküste Irlands.

Aktie klettert
Die Nordex-Aktie legt im heutigen Handel deutlich zu. Aktuell notiert der Kurs des RENIXX-Unternehmens mit einem Plus von 4,3 Prozent bei 15,22 Euro (16.11.2021, 15:54 Uhr, Börse Stuttgart). Verglichen mit dem Kurs zum Jahreswechsel steht die Aktie damit bei einem Verlust von etwa 32 Prozent.


Quelle: IWR Online
© IWR, 2021


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