IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern
Energiejobs-Newsletter | RENIXX World | Veranstaltungen | Stromwechsel | Newsletter | |
 
05.07.2022, 11:20 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Großauftrag für Siemens Gamesa: Wpd startet Umsetzung des Offshore-Projekts Gennaker

Bremen - Nachdem das Offshore-Windenergieprojekt Gennaker in der deutschen Ostsee im Jahr 2019 die Genehmigung erhalten hat, ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Projektrealisierung erreicht. Nach der Inbetriebnahme wird das Projekt der bis dato leistungsstärkste Windpark in der deutschen Ostsee sein.

Siemens Gamesa und Wpd haben ein Master Supplier Agreement für den Offshore-Windpark Gennaker unterzeichnet, der nach der Inbetriebnahme eine Gesamtleistung von fast 930 Megawatt (MW) aufweisen wird. Das Projekt soll im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Parallel zur Bestellung der Turbinen hat Wpd mit weiterführenden Untersuchungen an den Anlagenstandorten begonnen und weitere Ausschreibungsverfahren für das Projekt gestartet.

Siemens Gamesa und Wpd unterzeichnen Master Supplier Agreement für 103 Turbinen
Mit der bedingten Bestellung von 103 Siemens Gamesa Offshore-Windenergieanlagen mit jeweils bis zu 9 MW Leistung und dem Beginn der Hauptbodenuntersuchung an jedem einzelnen Anlagenstandort hat Wpd mit der Realisierung des Offshore-Windparks Gennaker 15 Kilometer vor der Ostseeküste nahe der Halbinsel Darß begonnen. Gleichzeitig läuft das Ausschreibungsverfahren für die weiteren Hauptkomponenten und Installationsschiffe.

Der Zeitplan für den Bau des Windparks mit einer Gesamtleistung von 927 MW sieht vor, dass die volle Projektkapazität bis Ende 2026 installiert sein wird. Die Vereinbarung ist noch an bestimmte Bedingungen geknüpft, darunter die Bestätigung des Netzanschlusses, die für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2023 erwartet wird.

Die Siemens-Gamesa Direct-Drive Windturbinen haben einen Rotor-Durchmesser von 167 Metern. Mit der PowerBoost-Option kann die Leistung jeder Anlage ausgehend von einer Nennleistung von 8,6 MW auf bis zu 9 MW erhöht werden. Siemens Gamesa hat außerdem einen bedingten Servicevertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren erhalten.

„Es ist dem unbedingten Willen der Beteiligten zur Realisierung des Projekts Gennaker zu verdanken, dass wir diesen wichtigen Meilenstein erreicht haben. Wir greifen mit dieser Anlage auf bewährte Technologie zurück und mit Siemens Gamesa auf einen langjährigen Partner, mit dem wir nun schon das fünfte Offshore-Projekt verwirklichen“, so Wpd COO Achim Berge Olsen bei der Unterschrift des Master Supply Agreements mit Siemens Gamesa.

„Wir freuen uns über das Vertrauen von Wpd in den Einsatz unserer zuverlässigen und bewährten Direct Drive Offshore-Windturbinen. Darüber hinaus sind wir stolz darauf, einen Beitrag zur Erreichung der ehrgeizigen Offshore-Windziele der Bundesregierung leisten zu können", ergänzt Marc Becker, CEO der Siemens Gamesa Offshore Business Unit.
Zum Stand der Offshore Windenergie Nutzung in der Ostsee
Bislang sind in der deutschen Ostsee mit den Windparks Wikinger, Arkona, EnBW Baltic 1 und 2 vier Offshore-Windparks in Betrieb. Der Standort des Windparks Wikinger befindet sich ca. 45 km nordöstlich der Insel Rügen, wo die Wassertiefen bei 36 bis 42 Metern liegen. Wikinger umfasst insgesamt 70 Windkraftanlagen des Herstellers Adwen mit einer Leistung von jeweils 5 MW und kommt auf eine Gesamtleistung von 350 MW. Der Projekteigentümer Iberdrola hat in den Offshore Windpark Wikinger rd. 1,4 Milliarden Euro investiert. Das Projekt ist am 29. Oktober 2018 offiziell eingeweiht worden. Der Standort des Offshore-Windparks Arkona liegt etwa 35 km nordöstlich von Rügen. Der Windpark weist eine Leistung von 385 Megawatt (MW) auf. Das Investitionsvolumen beträgt nach Angaben vom Windparkeigentümer E.ON 1,2 Milliarden Euro. Bereits im Jahr 2011 ist mit EnBW-Windpark Baltic 1 der erste kommerzielle Windpark in der deutschen Ostsee in Betrieb gegangen. Am Standort stehen 21 Windenergieanalgen mit einer Gesamtleistung von 48,3 MW. 2015 hat EnBW dann mit Baltic 2 den mit einer Kapazität von 288 MW zu dem Zeitpunkt größten Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee in Betrieb genommen.

Im Planungsstadium bzw. in der Bauvorbereitung befinden sich neben dem Offshore-Windpark Gennaker (rd. 930 MW) die Windparks Arcadis Ost (247 MW), Baltic Eagle (476 MW), Wikinger Süd (10 MW, Erweiterungsprojekt) und das Projekt Windanker (300 MW).


Quelle: IWR Online
© IWR, 2022


Mehr Nachrichten und Infos aus der Regenerativen Energiewirtschaft
Wpd und Australias Energy entwickeln Offshore Windprojekte in Australien
Floating Offshore: Vestas erhält Auftrag für französisches Offshore-Windprojekt Eolmed im Mittelmeer
Offshore-Großausschreibung: Tennet nimmt Kurs auf Offshore-Ziele 2030
Online-Pressemappe von Wpd auf www.iwrpressedienst.de

Stellenangebot enervis energy advisors GmbH (Berlin): Berater:in Erneuerbare Energien (m/w/d)
Offshore-Windstromerzeugung in Europa und den Ländern

Energienetze Bayern GmbH & Co. KG stellt ein: Betriebsstellenleiter (m/w/d) in Waldkraiburg, Fürstenfeldbruck oder Pähl
Wachstumsmarkt: RWE und Hellenic Petroleum planen griechische Offshore Windprojekte
Bewerten Sie diese Meldung:
Sehr interessant | Interessant | Geht so | Uninteressant  

Meldung drucken | Artikel empfehlen
 

Aktuelle IWR-Ticker-Meldungen:


27.09.2022 - Produktion hocheffizienter Solarzellen kann doppelt so schnell werden
26.09.2022 - Deutsche Windguard: Portfolioerweiterung um Inspektionen per Drohne - Akkreditierung für Messungen per Gondel-Lidar
26.09.2022 - Börse KW 38/22: RENIXX unter Druck - Siemens Gamesa: recycelbares Onshore-Rotorblatt - First Solar: 600 MW Auftrag - Plug Power: Aktie stürzt ab
23.09.2022 - Belgien schaltet Atomkraftwerk ab – Macron schaltet Offshore Windpark ein
22.09.2022 - Weltpremiere: Siemens Gamesa präsentiert das RecyclableBlade für Onshore-Windkraftprojekte
21.09.2022 - Enertrag nimmt größtes eigenes Windpark-Projekt in Betrieb
20.09.2022 - Alpha ventus: Deutsche Windtechnik steigert technische Verfügbarkeit der Adwen-Turbinen drastisch
19.09.2022 - Börse KW 37/22: RENIXX verliert – Nordex mit neuer 6 MW-Anlage – ITM Power mit schwachen Zahlen
15.09.2022 - Weniger Bürokratie für Solar-, Bio- und Windenergie: 3. Novelle des Energiesicherungsgesetzes
14.09.2022 - Wasserstoff-Infrastruktur-Projekt HC-H2 im Brainergy Park Jülich eröffnet
14.09.2022 - Fraunhofer Institute erhalten 80 Mio. Euro für Produktion von Brennstoffzellen
13.09.2022 - Nord- und Ostsee-Länder planen Kooperationen für schnellen Offshore-Windenergieausbau
12.09.2022 - Börse KW 36/22: RENIXX bügelt Vorwochen-Verlust aus - Ballard: Indien-Auftrag - Enphase und BayWa r.e. intensivieren Zusammenarbeit – Ørsted: grüne Anleihen begeben
09.09.2022 - Studie: Risiko für Überschreitung von Klima-Kipp-Punkten steigt bereits mit aktuellem Stand des Klimawandels

 
 
 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

IWR Digitale Medien - One Stop Media Shop für die Energiewirtschaft
Pressemitteilungen IWR-Pressedienst.de | Marketing Energiefirmen.de | Recruiting Energiejobs.de | Termine Energiekalender.de |

Energienetzwerk der Energiewirtschaft und Branchenverbund
iwr.de | Windbranche.de | Offshore-Windenergie | Solarbranche.de | Bioenergie-Branche | Solardachboerse.de | RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz | Klimaschutz | Windkalender | Stromkalender

Verbraucherportale Energie - Strom- und Gasanbieter
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de


Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt