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20.07.2022, 09:38 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

RWE und Solarduck forcieren Entwicklung von schwimmenden PV-Anlagen auf dem Meer

Essen / Nimwegen, Niederlande - Bislang liegt der Fokus bei schwimmenden Solaranlagen auf der Nutzung von Binnenlandseen. Eine neue Technologie soll künftig auch schwimmende Solaranlage auf dem offenen Meer ermöglichen. In Kombination mit Offshore-Windparks könnten dabei umfangreiche Synergieeffekte genutzt werden. RWE will in die Technologie einsteigen.

Der Essener Energiekonzern RWE und das niederländisch-norwegische Unternehmen Solarduck haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, mit dem Ziel, gemeinsam die Entwicklung von schwimmenden Solarparks auf dem Meer voranzutreiben. Um grundlegende Erkenntnisse über die schwimmende Solartechnologie von Solarduck zu gewinnen, wird RWE in ein Pilotprojekt in der Nordsee investieren. Das Projekt ist ein erster Schritt in der Zusammenarbeit und legt den Grundstein für eine größere Demonstrationsanlage vor der niederländischen Küste.

Offshore-Floating-Solar-Technologie von Solarduck einzigartig
Die Errichtung von Solarparks auf hoher See erfordert eine Technologie, die den rauen Bedingungen wie hohen Wellen, starkem Wind und Salzwasser standhalten kann. Das von Solarduck entwickelte schwimmende dreieckige Plattform-Design hat von der niederländischen Klassifizierungs- und Zertifizierungsgesellschaft Bureau Veritas die weltweit erste Zertifizierung für schwimmende Offshore-Solaranlagen erhalten. Die Plattform ist so konzipiert, dass die PV-Module mehrere Meter über dem Wasser schweben und den Wellen folgen - vergleichbar mit einem Teppich. Auf diese Weise bleiben wichtige, elektrische Komponenten trocken, sauber und stabil. So werde die Langlebigkeit der halbtauchfähigen Struktur gewährleistet, während gleichzeitig ein sicherer Betrieb und Wartung möglich sind, so Solarduck.

Die von Solarduck entwickelte schwimmende Offshore-Solartechnologie eröffnet neue Möglichkeiten für die Solarenergie und bietet eine Antwort auf die zunehmende Flächenknappheit an Land. Die Integration von schwimmenden Solarkraftwerken in einen Offshore-Windpark ermöglicht durch die Nutzung des Raums zwischen den Windturbinen eine effizientere Nutzung des Meeresraums für die Energieerzeugung sowie Synergien beim Bau und bei der Wartung der Anlagen. Aufgrund der sich in ihrer Verfügbarkeit ergänzenden Wind- und Solarressourcen ergibt sich zudem ein ausgewogeneres Produktionsprofil. Zudem eröffnen sich neue Nutzungsmöglichkeiten für Länder mit geringeren und mittleren Windgeschwindigkeiten, aber hoher Sonneneinstrahlung.

RWE investiert in Offshore-Pilotanlage in der Nordsee
Um die Entwicklung der Technologie zu beschleunigen, wird RWE in 2023 in Solarducks Offshore-Pilotanlage „Merganser“ mit einer Nennleistung von 0,5 Megawatt peak (MWp) investieren. Merganser soll vor der Küste von Ostende in der belgischen Nordsee installiert werden und wird das erste Offshore-Pilotprojekt von Solarduck sein, nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Pilotprojekt im Inland der Niederlande erfolgreich in Betrieb genommen wurde. RWE und Solardurck versprechen sich von dem Merganser-Projekt wichtige Einblicke in Bezug auf die Installation und den Betrieb der Technologie in einer anspruchsvollen Offshore-Umgebung. Die Unternehmen sind sich sicher, dass die Projekt-Erkenntnisse eine schnellere Kommerzialisierung der Technologie ermöglichen.

RWE wählt Solarduck-Lösung für niederländische Offshore-Ausschreibung
Neben der Beteiligung an dem Pilotprojekt plant RWE die Installation der Solarduck-Technologie im Rahmen eines Offshore-Windenergie-Projektes. Der Energiekonzern hat Solarduck für sein Gebot bei der niederländischen Offshore-Wind-Ausschreibung Hollandse Kust West VII (Systemintegration) ausgewählt. Sollte RWE den Zuschlag für diesen Offshore-Windpark erhalten, ist die Integration einer schwimmenden Offshore-Solaranlage im vorkommerziellen Maßstab mit 5 MWp in Kombination mit innovativen Energiespeicherlösungen geplant.

Aufbauend auf der Zusammenarbeit im Pilotprojekt Merganser und abhängig vom Auktionserfolg der Demonstrationsanlage im Offshore-Windpark Hollandse Kust West wollen RWE und Solarduck neue Möglichkeiten ausloten, um kommerzielle schwimmende Offshore-Solarparks zu entwickeln. Sowohl eigenständige als auch hybride Anlagen sind angedacht.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2022


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