06.02.2018 17:41 Uhr

Undichtigkeit

AKW Brunsbüttel - Leckage an einer Abwasserleitung für radioaktive Chemikalien

Brunsbüttel - Im abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel ist in der vergangenen Woche eine Leckage an einer Kunststoffleitung für Laborabwässer festgestellt worden. Das teilte die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) heute (6. Februar) in Kiel mit. Die Leitung dient dazu, die radioaktiven Abwässer des Chemielabors in den Kontrollbereich des Kernkraftwerks zurückzuführen. Eine Gefährdung von Personen bestand zu keinem Zeitpunkt. Die beschädigte Leitung wird unverzüglich von der Vattenfall-Betreibergesellschaft instandgesetzt.

Die Reaktorsicherheitsbehörde bereitet zurzeit eine Überprüfung aller Kunststoffleitungen in der Abwasseraufbereitung vor. Da es in jüngerer Zeit gehäuft zu vergleichbaren Schäden gekommen ist, soll darüber hinaus auf der Grundlage des Alterungsmanagements eine Zustandsbewertung des gesamten Abwasseraufbereitungssystems im Kernkraftwerk Brunsbüttel durchgeführt werden. Die Behörde hat hierzu einen Sachverständigen eingeschaltet.

Das AKW Brunsbüttel befindet sich seit 2007 im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2018

Themen
AKW, Brunsbüttel