02.07.2019 09:38 Uhr

Aus dem Nichts?

Aus dem Nichts?:Aktionäre mischen ABO Invest AG auf

Wiesbaden - Das hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat der ABO Invest AG wohl ganz anders vorgestellt. Denn statt der geplanten Verabschiedung der Tagesordnungspunkte auf der diesjährigen Hauptversammlung (27.06.2019) der ABO Invest AG, überraschten einige der anwesenden Aktionäre offenbar mit eigenen Vorstellungen. Im Ergebnis wurden zwei der fünf Aufsichtsräte der ABO Invest AG ausgewechselt. Doch wie überraschend die Hauptversammlung tatsächlich verlaufen ist, bleibt unklar.

Vorausgegangen war ein Aufruf der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. (VzfK) als Aktionärin der ABO Invest AG im Aktionärsforum des Bundesanzeigers an die anderen Aktionäre, sich einem Tagesordnungsergänzungsverlangen zur Neubesetzung des Aufsichtsrats anzuschließen. Zusammen mit den Aktien bzw. Stimmrechten der Enkraft Capital GmbH wurde zunächst das erforderliche Quorum für das Verlangen erfüllt. Vor diesem Hintergrund verlangte die VzfK dann im Schreiben vom 31. Mai 2019 im eigenen Namen und im Namen der Enkraft Capital GmbH die Tagesordnung um die Punkte „Beschlussfassung über die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats“ und „Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern“ zu ergänzen.

Auf der Hauptversammlung der ABO Invest einigten sich die Vorstände und die bisherigen Aufsichtsräte mit ihren Stimmanteilen und die Enkraft Capital GmbH als Großaktionärin (10% der Stimmrechte) sowie die VzfK darauf, zwei der bisherigen Aufsichtsräte durch die Rechtsanwälte Oliver Kirfel und Martin Rey zu ersetzen. ABO Invest Vorstand Dr. Ahn zeigt sich zuversichtlich, auch mit den beiden neuen Aufsichtsräten gut zusammenzuarbeiten.

Zudem beschloss die Hauptversammlung auf der Grundlage eines abweichenden Wahlvorschlags die erstmalige Ausschüttung einer Dividende in Höhe von einem Eurocent je Aktie.

Quelle: IWR Online
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