24.04.2020 09:31 Uhr

Havarie

Havarie:Schiff kollidiert im Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 mit Windkraftanlage


© DGzRS

Bremen - Am gestrigen Donnerstag (23. April 2020) hat es gegen Abend im Offshore-Windpark Riffgrund 1 rd. 45 Kilometer vor Borkum eine Kollision zwischen dem unter britischer Flagge fahrenden Offshore-Versorgungsschiff Njord Forseti mit einer der Windenergieanlagen (WEA) gegeben.

Bei der Kollision des 26 Meter langen Crew Transfer Vessels (CTV) sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) drei Menschen an Bord verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der Havarist schlug zudem leck, durch einen etwa halbmeterlangen Riss drang Wasser ein. Der Besatzung ist es allerdings gelungen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten, teilte die DGzRS mit.

Die DGzRS wurde gegen 18.25 Uhr von der Besatzung der Njord Forseti kontaktiert. Die Seenotretter sprachen daraufhin das in der Nähe fahrenden Offshore-Versorgerschiff „Siem Barracuda“ an, auf dem auch ein Notfallsanitäter anwesend war. Zudem nahm der neue, erst am Vortag auf Borkum stationierte Seenotrettungskreuzer SK 40 Kurs auf den Unglücksort. Die Seenotretter alarmierten außerdem einen mit Notarzt besetzten Rettungshubschrauber von Northern HeliCopter. Der Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten von der „Siem Barracuda“ ins Universitätsklinikum Groningen/Niederlande und anschließend einen leichter Verletzten nach Westerstede.

Die Ursache für die Havarie ist Medienberichten zufolge bislang unklar, auch über das Ausmaß der Schäden an der Windenergieanlage gibt es noch keine näheren Angaben.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2020

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Energiewende, Windenergie, Offshore-Windenergie, Borkum-Riffgrund 1