05.10.2021 08:33 Uhr

Kaum Teuerung

Kaum Teuerung:Tennet hält Preise für Netzentgelte weitgehend auf Vorjahres-Niveau


© Tennet

Bayreuth - Im Versorgungsbereich des Netzbetreibers Tennet werden die Netzentgelte im kommenden Jahr 2022 nur wenig steigen. Die Erhöhung fällt mit 0,5 Prozent relativ niedrig aus.

Rechnerisch würden für einen durchschnittlichen Haushalt im Netzgebiet von Tennet mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden die Netzentgelte für das Übertragungsnetz damit um rund 35 Cent auf circa 63 Euro im Jahr steigen, so Tennet. Die jetzt vorgelegten Netzentgelte sind vorläufig, spätestens am 31. Dezember 2021 werden die endgültigen Netzentgelte für 2022 veröffentlicht.

Gründe für die leichte Netzentgeltveränderung sind der voranschreitende Netzausbau und damit die gestiegenen Investitionskosten sowie höhere Kosten für die Netz- und Kapazitätsreserve, so Tennet. Allerdings mildern der Effekt der weiteren Vereinheitlichung der Netzentgelte auf Übertragungsnetzebene sowie sinkende Engpasskosten infolge des fortschreitenden Netzausbaus einen höheren Anstieg ab.

Im Jahr 2022 erfolgt der vierte und vorletzte Schritt im Zusammenhang mit der Einführung bundeseinheitlicher Netzentgelte auf Grundlage des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes (NEMoG), das im Juli 2017 in Kraft getreten ist. Das Gesetz sieht eine schrittweise Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte ab 2019 über fünf Jahre vor, sodass ab dem Jahr 2023 die Netzentgelte komplett vereinheitlicht sein werden.

Der bundeseinheitliche Netzentgeltanteil wird im Jahr 2022 aus 80 Prozent der jeweiligen Kostenbasis (Erlösobergrenze) der Übertragungsnetzbetreiber errechnet. Von den übrigen 20 Prozent werden die unternehmensindividuellen Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber bestimmt.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2021

Themen
Energiewende, Netze, Netzentgelte, Tennet, Netzentgeltmodernisierungsgesetz, NEMoG