26.04.2019 11:01 Uhr

Kohle-Ausstieg

Kohle-Ausstieg:Engie verkauft Kohlekraftwerke in Deutschland und den Niederlanden


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Paris - Der französische Energieversorger Engie gibt die Veräußerung ihrer Beteiligungen an zentralen Kohlekraftwerken in den Niederlanden und Deutschland bekannt. Käufer ist die auf Energie spezialisierte globale Investmentgesellschaft Riverstone Holdings LLC.

Die veräußerten Beteiligungen betreffen das niederländische Kraftwerk in Rotterdam (731 MW, 100%) sowie die deutschen Kraftwerke in Farge (350 MW, 100%), Zolling (472 MW, 100%, Biomasse-Krafterk mit 21 MW, Engie-Beteiligung 50%) und Wilhelmshaven (726 MW, 52%). Insgesamt verfügen die Kraftwerke über eine Kapazität von 2.345 MW. Die geplante Transaktion wird die konsolidierte Nettoverschuldung von Engie um rund 200 Millionen Euro reduzieren. Die Veräußerung unterliegt den handelsüblichen Bedingungen und wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein.

Nach diesem Verkauf wird der Anteil von Kohle an den weltweiten Stromerzeugungskapazitäten von Engie noch 4 Prozent betragen – gegenüber 13 Prozent per Ende 2015, als die Gruppe angekündigt hatte, ihre Kohlekraftwerke sukzessive stillzulegen oder zu veräußern und keine neuen mehr zu bauen. In den letzten drei Jahren hat Engie die kohlebasierten Stromerzeugungskapazitäten um rund 75% verringert.

Quelle: IWR Online
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Themen
Kohlekraftwerke, Engie, Energieversorgung