07.12.2020 15:23 Uhr

Nächtliches Blinken

Nächtliches Blinken:LightManager-System von WuF besteht Baumusterprüfung


© Tom-Niklas Wegner

Sehestedt - Mit dem LightManager-System der Windenergie und Flugsicherheit GmbH (WuF GmbH) hat ein weiteres System zur Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) von Windenergieanlagen die Baumusterprüfung bestanden und damit den entscheidenden Meilenstein erreicht.

Mit der Beurkundung der Baumusterprüfung erfolgte nach den positiv absolvierten Test-Überflügen im November 2020 nun der Startschuss für die Installationsphase des transponderbasierten BNKs. Im Unterschied zu anderen BNK-Systemen wird das LightManager-System nicht nur lokal in einzelnen Windparks, sondern weiträumig als übergreifendes Netzwerk aufgebaut. Somit entstehen nach Angaben der WuF GmbH beim Kunden keine direkten Wartungs- und Instandhaltungskosten für Detektionseinheiten.

Technisch betrachtet setzt sich die Transponderüberwachung des LightManagers aus zwei Teilsystemen zusammen, den Sensoren und den Clients/Bridges. Die Sensoren bestehen aus einem multilateralen Netz von Antennen mit jeweils einer Steuereinheit. Für Schleswig-Holstein und Hamburg konnte nach Angaben des Unternehmens bereits ein vollständiges Sensornetzwerk realisiert werden, an das nun beliebig viele WEA angeschlossen werden können. Die dort benötigten Clients und Bridges werden vor Ort installiert. Das System zeichnet sich nach Angaben des Unternehmens durch ein Höchstmaß an Präzision im Hinblick auf die Positionsermittlung, Flexibilität und Ausfallsicherheit aus. Die BNK-Leuchten schalten innerhalb einer Aktivierungszone von nur 6 Kilometern rund um den Windpark (und einem Kilometer Höhe) bedarfsgerecht ein bzw. aus. Hinzu komme, dass es sich bei dem System um eine besonders attraktive BNK-Lösung handele.

Der von WuF verfolgte Ansatz bringt nach Angaben des Unternehmens mehrere Vorteile mit sich. So ist eine präzise Positionsbestimmung von Luftfahrzeugen möglich, da die Aktivierung der Nachtkennzeichnung nur bei Eintritt von Luftfahrzeugen in den unmittelbaren Nahbereich von Windenergieanlagen erfolgt. Die Nutzung mehrerer Sensoren erhöht zudem die Ausfallsicherheit. Außerdem verfügen die Empfänger über eine hohe Reichweite, sodass nur an einzelnen Standorten Antennen benötigt werden.

Aktuell steht die Windenergie und Flugsicherheit GmbH nach eigenen Angaben mit allen führenden WEA- und Befeuerungs-Herstellern hinsichtlich der anstehenden Umrüstungen von Windkraftanlagen in Gesprächen.

Quelle: IWR Online
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Themen
Nächtliches Blinken, Windenergie, Akzeptanz, BNK, Bedarfstgesteuerte Nachtkennzeichnung, Windenergie und Flugsicherheit GmbH, WuF GmbH, LightManager