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08.09.2012, 10:33 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Ölförderung aus der Nordsee fällt auf tiefsten Stand seit 30 Jahren

Münster - Seit nunmehr vierzig Jahren wird Öl aus der Nordsee gefördert. Nach einer Untersuchung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) aus Münster gehen die Ölfördermengen aus der Nordsee derzeit deutlich schneller zurück als bisher gedacht. Im Jahr 2011 wurden nur noch 124,7 Mio. t Rohöl gefördert. Das entspricht einem Rückgang um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr(2010: 140 Mio. t) und ist gleichzeitig der niedrigste Stand seit 30 Jahren (1982). „Im Vergleich zum Rekordjahr 1996 mit 260 Mio. t ist die Ölförderung aus der Nordsee sogar bereits um über 50 Prozent zurückgegangen“, sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch.

Neue Ölfunde halten den Niedergang des Nordseeöls nicht auf
Der Trend zu immer weniger Öl aus den Nordsee-Ölfeldern ist seit dem Spitzenjahr 1996 ungebrochen. „Auch neue und vermeintlich große Ölfunde können den generellen Niedergang des Nordseeöls nicht aufhalten, sondern allenfalls eine kosmetische Verlängerung der Nutzung bewirken“, so Allnoch weiter. „Man müsste jedes Jahr ein neues, riesiges Ölfeld mit einer Kapazität von 125 Mio. t finden, um die aktuelle Ölförderung nur aufrecht halten zu können. Das ist aber eine Illusion“, erläutert Allnoch. Wenn die Ölförderung auf dem Niveau des Jahres 2011 (125 Mio. t) beibehalten wird, dann reichen die bekannten und geprüften Reservefelder in der Nordsee noch bis zum Jahr 2020. Werden die bisher nur vermuteten Reserven tatsächlich bestätigt, dann verlängert sich die Nutzung noch einmal, aber „in 10 Jahren wird die Menge des Nordsee-Öls weitgehend bedeutungslos sein“, so Allnoch.

Nordsee im Wandel: Vom Öl-Energiefeld zum Wind-Energiefeld
Allnoch geht davon aus, dass die Nordsee weiterhin ein Energiefeld bleiben wird. Die Ölindustrie wird in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren, gleichzeitig entwickelt sich in den Ländern Großbritannien, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden schon jetzt eine Offshore-Windindustrie. „Wir stehen bei der Offshore-Windindustrie jetzt da, wo wir 1971 zu Beginn der Nordsee-Ölförderung bei der Offshore-Ölindustrie standen. „Diese hat die gewaltigen Herausforderungen durch neue Fördertechniken und Innovationen gemeistert und so wird es bei der Offshore-Windindustrie ebenfalls sein“, zeigt sich Allnoch zuversichtlich, dass Europa auch in Zukunft eine Energieversorgung aus eigenen Quellen sicherstellen kann.



Grafik: Entwicklung der Ölförderung in der Nordsee (1971 - 2011)


Weitere Informationen und Meldungen zum Thema:
Greenpeace-Proteste gegen riskante Ölbohrungen in der Arktis
Romney will mehr US-Öl und keine CO2-Beschränkungen
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Zur Original-Pressemitteilung “Ölförderung aus der Nordsee fällt auf tiefsten Stand seit 30 Jahren
© IWR, 2012








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