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24.10.2014, 11:32 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Erneuerbarer Anteil am Stromverbrauch steigt in Deutschland

Berlin – In Deutschland hat der Strom- und Gasverbrauch in den ersten neun Monaten 2014 nachgelassen. Wichtigste Gründe sind die schwache Konjunktur in den relevanten Sektoren sowie die mildere Witterung. Regenerative Energien haben ihr Stück am Stromverbrauchs-Kuchen dabei vergrößert.

Nach den ersten Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist der Stromverbrauch der Deutschen im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um vier Prozent auf 396 Milliarden Kilowattstunden (kWh; Q1-3 2013: 412 Mrd. kWh) zurückgegangen. Der Anteil des regenerativen Stroms hat sich dabei auf 28 Prozent erhöht.

EE-Stromanteil am Verbrauch sinkt
Der BDEW nennt als Hauptgründe für den gesunkenen Energieverbrauch bei Gas und Strom die schwache Konjunktur energieintensiver Industrien und die im Vergleich zu 2013 insgesamt mildere Witterung. Hinzu kämen Sparmaßnahmen bei den Verbrauchern sowie Effizienzsteigerungen. Im Stromsektor ließen der weitere Zubau und die günstigen Witterungsbedingungen die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien jedoch ansteigen, so der BDEW. Insgesamt deckten die erneuerbaren Energien in den ersten neun Monaten dieses Jahres zu 28 Prozent den Stromverbrauch Deutschlands. Im gleichen Zeitraum des Jahre 2013 seien es nur 25 Prozent gewesen, erklärte eine BDEW-Sprecherin auf Nachfrage von IWR Online.

Gasverbrauch sinkt um 18 Prozent
Der Gasverbrauch ist vor allem wegen der milden Temperaturen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um rund 18 Prozent gesunken, so der BDEW. Der Erdgasverbrauch betrug in den ersten neun Monaten dieses Jahres 579 Mrd. kWh. Im Vergleichszeitraum 2013 waren es 710 Mrd. kWh. Damit lieferte die Energiewirtschaft deutlich weniger Erdgas an ihre Kunden als im Vorjahreszeitraum. Grund war laut BDEW die milde Witterung insbesondere im Vergleich zum kalten ersten Halbjahr 2013. Dies habe dazu geführt, dass der Einsatz von Erdgas zu Heizzwecken gesunken ist. Der Produktionsrückgang in der chemischen Grundstoffindustrie verstärkte diesen Rückgang.

Gaskraftwerke rechnen sich nicht
Neben dem Rückgang in der Wärmeerzeugung ist aber auch der Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung laut BDEW erneut stark zurückgegangen. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres ging der Einsatz von Erdgas in den Kraftwerken der Stromversorger um über 13 Prozent zurück. Gaskraftwerke können unter den aktuellen Bedingungen nicht wirtschaftlich betrieben werden.

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© IWR, 2014







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