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18.12.2014, 11:06 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Energiejahr 2014: Nur die Erneuerbaren legen zu

Berlin/Köln – Der Energieverbrauch in Deutschland war bzw. ist 2014 so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Dabei haben sämtliche fossile Energieträger an Bedeutung verloren. Einzig die regenerativen Energien legen zu.

Nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) Energiebilanzen betrug der Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2014 rund 13.100 Petajoule (rd. 3,64 Billionen Kilowattstunden, kWh). Das wären rund 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Hauptursache für den zurückgegangenen Energieverbrauch ist laut AG Energiebilanzen die milde Witterung. Ohne die Berücksichtigung der Einflüsse durch die Witterung läge der Energieverbrauch nur etwa ein Prozent unter dem Vorjahreswert.

Zuverlässige Berechnungen
Uwe Maaßen von der Geschäftsführung der AG Energiebilanzen bestätigte gegenüber IWR Online, dass diese Zahlen über den Charakter einer Schätzung oder Prognose hinausgehen, auch wenn das Jahr 2014 noch nicht ganz vorbei ist. Maaßen: "Aufgrund der langjährigen Erfahrung gehen wir davon aus, dass diese Werte den tatsächlichen Jahresergebnissen sehr nahe kommen."

Weniger CO2-Emissionen dank milder Witterung
Da der Verbrauchsrückgang alle fossilen Energieträger betrifft, die erneuerbaren Energien aber zugelegt haben, ist auch mit einem Rückgang des energiebedingten CO2-Ausstoßes zu rechnen. Dieser liegt nach Angaben der Energie-Statistiker in einer Größenordnung von etwa fünf Prozent. Etwa die Hälfte davon entfällt auf die Stromerzeugung. Rechnerisch bereinigt um den Einfluss der milden Temperaturen würde die Reduzierung der CO2-Emissionen nur etwa ein Prozent betragen.

Energieverbrauch aus Photovoltaik steigt um 14 Prozent
Die erneuerbaren Energien verzeichneten dabei einen Zuwachs von etwa 1,4 Prozent auf 1.449 Petajoule (ca. 403 Mrd. kWh). Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Primärenergieverbrauch stieg laut AG Energiebilanzen von 10,4 auf 11,1 Prozent. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) sank um neun Prozent. Die Windkraft an Land und zu See konnte ihren Beitrag um etwa einen Prozentpunkt steigern. Die Photovoltaik konnte ordentlich zulegen und steigerte ihren Anteil um 14 Prozent. Insgesamt erhöhte sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 3,3 Prozent. Am Bruttostromverbrauch hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 27,3 Prozent (Vorjahr 25,4 Prozent)

Energieverbrauch aus Erdgas sinkt um 14 Prozent
Die fossilen Energieträger sind im Allgemeinen zurückgegangen. Der Mineralölverbrauch sank um etwa 1,3 Prozent auf 4.577 Petajoule (ca. 1,27 Billionen kWh). Der Erdgasverbrauch sank sogar um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2.673 Petajoule (ca. 743 Mrd. kWh). Auch Braun- und Steinkohle wurden weniger verbraucht als im Vorjahr. Der Verbrauch bei der Steinkohle sank um etwa 7,9 Prozent auf 1.647 Petajoule (ca. 458 Mrd. kWh) und die Braunkohle ist um 2,3 Prozent auf 1.592 Petajoule (ca. 442 Mrd. kWh) zurückgegangen. Die Kernenergie verzeichnete einen Rückgang von 0,4 Prozent auf 1.058 Petajoule (ca. 294 Mrd. kWh).

Quelle: IWR Online
© IWR, 2014

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