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14.07.2015, 11:56 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Stadtwerken droht der Totalverlust wegen RWE-Kohlekraftwerk Hamm

Münster – 23 Stadtwerke haben sich über den Energiekonzern RWE finanziell am Bau eines neuen Steinkohle-Kraftwerks in Hamm beteiligt. Ihnen droht nun offenbar ein Totalverlust. Abschreibungen in Millionenhöhe haben einzelne Stadtwerke schon vorgenommen.

Das Nachrichtenmagazin der Spiegel berichtet unter Berufung auf ein Schreiben von RWE an die betroffenen 23 Städte, dass die Beteiligungen inzwischen wertlos seien. Falls die Stadtwerke aus dem Projekt aussteigen wollen, bietet RWE demnach einen Euro für die einst millionenschweren Investitionen.

RWE bietet für Beteiligungen einen Euro

Am bestehenden Kraftwerksstandort Hamm in Westfalen werden zwei neue Steinkohlenblöcke mit einer Gesamtleistung von rund 1.600 Megawatt (MW) errichtet. Sie sollen die modernsten Anlagen ihrer Art sein und kleinere Blöcke, die bereits vom Netz gegangen sind, ersetzen. Doch insbesondere beim Bau des Kraftwerksblocks D traten Probleme auf. Block E hat den kommerziellen Betrieb inzwischen aufgenommen. RWE unterbreitet laut Spiegel neu gestaltete Verträge: Wenn Stadtwerke aussteigen wollen, bietet RWE einen Euro als Kaufpreis an. Das bedeutet den Totalverlust des Investments. Ähnlich lautet die Darstellung des Westfälischen Anzeigers. Danach habe der Energiekonzern den Gesellschaftern der Betreibergesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG (GSH) insgesamt fünf Optionen vorgestellt, wie sie ihre Risiken aus der Kraftwerksbeteiligung minimieren können. In sämtlichen Optionen sollen die Stadtwerke ihre Gesellschaftsanteile für einen symbolischen Euro an RWE verkaufen.

Münster wird Beteiligung nicht los und muss Abschreibung vornehmen
Auch die Stadtwerke Münster hatten sich in das Kohle-Projekt eingeklinkt und 40 Millionen Euro eingebracht. Bereits im Jahr 2012 hatte der Münsteraner Stadtrat jedoch beschlossen, die Anteile wieder zu veräußern, doch dies scheiterte bislang an einem adäquaten Angebot. Inzwischen haben die Münsteraner bereits über 16 Mio. Euro abgeschrieben. Zu den aktuellen Verhandlungen und Details könne man nichts sagen, erklärte eine Sprecherin der Stadtwerke Münster auf Anfrage von IWR Online. RWE hatte vor acht Jahren Beteiligungen an die kommunalen Versorger verkauft. Der Einbruch der Börsen-Strompreise und technische Probleme beim Bau bringen RWE und die Stadtwerke nun in finanzielle Bedrängnis. Während der Kraftwerksblock E Anfang Juli 2014 den kommerziellen Betrieb aufgenommen hat, gab es beim Bau des Blocks D erhebliche Probleme mit dem Kessel. Prognosen zur Inbetriebnahme von Block D werden gar nicht mehr abgegeben: Beteiligte bezweifeln Medienberichten zufolge, dass er überhaupt noch mal ans Netz gehen wird.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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