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21.01.2016, 16:11 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Regierung: Deutsche Solarbranche soll vom globalen PV-Boom profitieren

Berlin – Die Bundesregierung will die deutsche Solarenergiebranche stärken und dafür sorgen, dass die hiesigen Photovoltaik-Akteure künftig stärker von der weltweit steigenden Nachfrage nach Solartechnik profitieren. Gleichzeitig entwickelt sich allerdings der Ausbau der Solarenergie in Deutschland deutlich zurück.

Auf Einladung des Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Matthias Machnig hat sich die deutsche Solarbranche zu einem gemeinsamen Workshop in Berlin getroffen. Teilgenommen haben die Vertreter führender Solarunternehmen sowie der Bundesverbände und Gewerkschaften. Es scheint, als soll dem verbliebenen Rest der einst starken deutschen Solarbranche eine Perspektive geboten werden.

Machnig: Solarindustrie ist und bleibt wichtig für Deutschland
Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) als größter Branchenverband erklärte, kamen die Workshop-Teilnehmer überein, den Austausch fortzusetzen und noch 2016 ein weiteres Gespräch zu führen. Ziel des Dialogs sei es, die deutsche Solarbranche zu stärken, damit diese künftig noch deutlicher von der weltweit steigenden Nachfrage nach Solartechnik profitiert.

Staatssekretär Machnig: „Für Deutschland als Hochtechnologiestandort ist die Solarindustrie heute und in Zukunft wichtig. Deutschlands Unternehmen bilden die gesamte Wertschöpfungskette bei der Photovoltaik ab – diesen Vorteil gilt es zu bewahren. Das entspricht unserer Industriepolitik, deren Ziel es ist, Produktion in Deutschland zu erhalten. Gemeinsam mit der Branche möchte das BMWi daran arbeiten, die Chancen deutscher Solartechnik auf den weltweiten Märkten wieder zu erhöhen.“

Deutsche Solarbranche hat unter hohem Wettbewerbsdruck gelitten
Doch die deutsche Solarindustrie ist in den letzten Jahren heftig unter Druck geraten. Wenige Hersteller von Solarzellen oder Modulen haben den scharfen Wettbewerb vor allem mit der Billig-Konkurrenz aus China überlebt. In den letzten Jahren hat die deutsche Solarbranche infolge eines harten Verdrängungswettbewerbs Teile ihres Umsatzes an Unternehmen aus Ländern wie China und den USA abgeben müssen, stellt auch der BSW-Solar fest.

Einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zufolge wird aber Strom aus Photovoltaik-Anlagen in vielen Regionen der Welt sehr bald günstiger zu gewinnen sein als aus Kohle- oder Gaskraftwerken. Diese Entwicklung beruht auf technischen Innovationen und verbesserter Effizienz sowie auch auf dem erwähnten internationalen Wettbewerb.

BSW-Solar sieht Chance der deutschen Solarbranche, sich global zu behaupten

Der Unternehmer Joachim Goldbeck, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V., begrüßte vor diesem Hintergrund, dass das BMWi den Dialog mit der Branche intensiviert: „Die Solarwirtschaft steht in einem harten internationalen Wettbewerb. Dank hoher Qualität sowie einer außerordentlichen Innovationskraft und Systemkompetenz haben wir die Chance, uns global zu behaupten. Voraussetzung ist, dass wir der Entwicklung immer eine Nasenlänge voraus bleiben. Dazu sind aber auch verlässliche Investitionsbedingungen auf dem Heimatmarkt und der Zugang zu Kapital für die zumeist mittelständischen Unternehmen notwendig.“

Solarausbau in Deutschland ausgebremst
Das BMWi sowie das Bundesforschungsministerium unterstützen derzeit unter anderem Forschungsanstrengungen der deutschen Photovoltaik-Industrie. Doch der Ausbau der Solarenergie in Deutschland ist in den vergangenen Jahren aufgrund der Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) deutlich eingebrochen. Selbst die von der Bundesregierung angepeilten Ausbauziele, die deutlich unter dem Niveau der Boomjahre liegen, werden erheblich verfehlt. In 2015 sinkt das Ausbau-Niveau in etwa auf den Level von 2007, als knapp 1.300 MW neu errichtet wurden. Auch 2015 wurden bis einschließlich November Photovoltaik-Anlagen mit rund 1.300 MW Leistung installiert. In den Boomjahren 2010 bis 2012 waren jeweils mehr als 7.000 MW Solarleistung errichtet worden. Die Regierung hat zwar einen Ausbaukorridor von 2.400 bis 2.600 MW pro Jahr im EEG festgeschrieben, aber durch die drastische Absenkung der Vergütungsätze ist der PV-Zubau um über 80 Prozent eingebrochen. Ein deutliches Unterschreiten des Zielkorridors wie 2015 bleibt zudem politisch folgenlos.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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