02.02.2016, 14:28 Uhr

RENIXX verliert: China Longyuan, Plug Power und Nordex am Indexende – SMA-Aktie stark – BP meldet Milliarden-Verlust

Münster – Der RENIXX World fällt im Handel am Dienstag-Vormittag bislang um 1,3 Prozent auf 428,13 Punkte zurück. Auch der DAX bewegt sich weiter abwärts (-1,2 Prozent, 9.640 Punkte). Zur Erklärung muss erneut der fallende Ölpreis herhalten.

Der Preis für ein 159-Liter-Fass sinkt erneut deutlich. Was das beispielsweise für einen Ölkonzern bedeutet, zeigen die Finanzzahlen von BP. Das Unternehmen hat für 2015 einen Verlust in Höhe von etwa 6,5 Milliarden US-Dollar ausgewiesen nach einem Gewinn von 3,8 Mrd. US-Dollar im Jahr zuvor. Der Eurokurs legt heute leicht um 0,2 Prozent auf 1,091 US-Dollar zu. Der Goldpreis sinkt um 0,3 Prozent auf 1.125 US-Dollar je Feinunze.

SMA erneut an der RENIXX-Spitze

Die größten Verlierer im RENIXX sind China Longyuan (-5,6 Prozent, 0,519 Euro) und Plug Power (-5,0 Prozent, 1,62 Euro). Auch die Aktie des deutschen Windenergieanlagen-Herstellers Nordex (-3,0 Prozent, 28,47 Euro) verliert kräftig an Wert. Besser sieht es für das Papier des Wechselrichter-Herstellers SMA Solar aus. Die Aktie steht mit einem Kursplus von 1,5 Prozent, auf 48 Euro wie bereits am Vortag an der RENIXX-Spitze.

RWE unter den Verlierern

Im DAX heißen die größten Verlierer Thyssenkrupp (-4,7 Prozent, 13,54 Euro) und Commerzbank (-3,2 Prozent, 7,22 Euro). RWE-Aktien verbilligen sich um 3,1 Prozent auf 18,85 Euro. Frische Zahlen hat der Chip-Hersteller Infineon (-2,9 Prozent, 12,08 Euro) vorgelegt. Enttäuscht waren die Anleger wohl über den Ausblick für 2015 und die operative Marge im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres von 14,1 Prozent (Q1 Vorjahr: 17,9 Prozent). Alle Kursdaten der genannten Einzelaktien stammen, sofern nicht anders angegeben, von der Börse Stuttgart.

Ölpreis-Erholung vorerst beendet

Die Ölpreise sinken am Dienstag: Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet zur Mittagszeit rund 30,70 US-Dollar (-2,3 Prozent), die gleiche Menge der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 2,8 Prozent auf etwa 33 US-Dollar. Der Heizölpreis folgt und hat um 2,4 Prozent auf 41,6 Cent pro Liter nachgegeben (inkl. MwSt., bei Abnahme von 3.000 Litern). An den Tankstellen waren die Preise am Montag im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Für einen Liter Diesel zahlten die Autofahrer an Tankstellen in Deutschland durchschnittlich 0,968 Euro (-0,5 Prozent), der Liter Super E10 kostete 1,215 Euro (-0,4 Prozent).

Deutscher Börsenstrom deutlich teurer

An der Energiebörse steigen die Preise für Strom im Day-ahead-Handel zur Lieferung am morgigen Mittwoch deutlich. Der Strompreis in Deutschland klettert um rund 38 Prozent auf 2,29 Cent die Kilowattstunde (kWh). In Frankreich legt der Börsen-Strompreis um 5,6 Prozent auf 2,46 Cent nach. Ein Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, sinkt im Preis um 1,6 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs auf 5,59 Euro.

Strom: Wind- und Solarstrom decken Spitzenlast etwa zur Hälfte ab

Die PV-Anlagen in Deutschland erzeugen zur nachfragestarken Mittagszeit Strom mit einer Leistung von etwa 4.800 MW. Die Windenergie powert zusätzlich mit 31.300 MW. Gemeinsam kommen diese beiden erneuerbaren Energiequellen auf etwa 36.100 MW und decken den mittäglichen Strombedarf in Deutschland zu etwa 50 Prozent. Auch die konventionellen Kraftwerke liefern am Mittag Strom mit einer Leistung von 36.200 MW. Die Daten der EEX für konventionelle Kraftwerke beziehen sich dabei nur auf Kraftwerke ab einer Größe von 100 MW.

Quelle: IWR Online

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