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26.02.2016, 11:42 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Gamesa: Windenergie-Spezialist mit starken Zahlen für 2015

Zamudio, Spanien – Nicht nur der deutsche Windenergieanlagen-Hersteller Nordex hat Zahlen für 2015 vorgelegt, sondern auch der spanische Konkurrent Gamesa. Das Unternehmen aus dem Baskenland, das derzeit von Siemens umworben wird, hat wie Nordex die eigenen Prognosen übertroffen. Die EBIT-Marge fällt bei Gamesa sogar besser aus als bei Nordex, aber auch kleiner als bei Vestas.

Der spanische Windkraftanlagen-Hersteller hat die Prognose für 2015 in den Bereichen Umsatz, Absatz und EBIT-Marge übertroffen. Diese positive Entwicklung soll auch 2016 fortgesetzt werden. Das bedeutet noch mehr Absatz und eine weiter steigende EBIT-Marge. Die Aktie von Gamesa steigt im Handel am heutigen Freitag bislang um 1,4 Prozent auf 16,13 Euro (Stand 10:41 Uhr, Börse Stuttgart).

Gamesa umsatzstärker und profitabler als prognsotiziert
Gamesa hat im Jahr 2015 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 3,50 Milliarden Euro gesteigert (2014: 2,85 Mrd. Euro). Die Unternehmensprognose für den Umsatz belief sich auf 3,40 Mrd. Euro. Auch beim EBIT hat der spanische Windkraft-Spezialist mit 294 Mio. Euro den Vorjahreswert um 54 Prozent kräftig übertroffen (2014: 191 Mio. Euro). Die sich daraus ergebende EBIT-Marge fällt mit 8,4 Prozent sogar höher aus als das Unternehmen prognostiziert hatte (8,0 Prozent). Im Jahr zuvor hatte Gamesa eine EBIT-Marge von 6,7 Prozent erzielt. Mit dieser EBIT-Marge landet Gamesa zwischen seinen beiden großen europäischen Konkurrenten Vestas (EBIT-Marge vor Sonderpositionen 2015: 10,2 Prozent) und Nordex (EBIT-Marge 2015: 5,2 Prozent). Der ebenfalls in Hamburg sitzende deutsche Hersteller Senvion, der derzeit seinen Börsengang vorbereitet, hat die Pro-Forma-EBIT-Marge für 2015 mit 7,2 Prozent beziffert.

Profitables Wachstum auch in 2016

Im Gegensatz zu Nordex und der an einer Gamesa-Übernahme interessierten Siemens AG, liegen die Zielmärkte der Spanier vor allem in Indien und Lateinamerika. Von den in 2015 installierten 3.180 Megawatt (MW) Windenergie-Leistung (Prognose: 3.100 MW, 2014: 2.623 MW) entfielen bei Gamesa 29 Prozent auf Indien und 27 Prozent auf Lateinamerika. Europa und der Rest der Welt machten 18 Prozent der Windleistung aus, zudem wurden 13 Prozent in China errichtet und elf Prozent in den USA.

2016 will Gamesa Windenergieprojekte mit einer Leistung von über 3.800 MW errichten. Zudem wollen die Spanier ein EBIT in Höhe von über 400 Mio. Euro erreichen und die EBIT-Marge auf mindestens neun Prozent verbessern. Gamesa bestätigte zudem die Dividendenpolitik des Unternehmens, wonach 25 Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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Im Original: Nordex mit weiterem Umsatzwachstum und starkem Auftragseingang
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