16.03.2016, 09:53 Uhr

Senvion stoppt Börsengang

Hamburg – Überraschende Nachricht des Hamburger Windkraftanlagen-Herstellers Senvion: Der Börsengang ist vorerst geplatzt.

Per Adhoc-Mitteilung teilte Senvion am Mittwochmorgen mit, dass die Eigentümer des Unternehmens, Centerbridge und Arpwood, vor dem Hintergrund der jüngsten Volatilität an den Märkten beschlossen haben, die Privatplatzierung und Börsennotierung von Senvion zu den angekündigten Konditionen nicht weiter zu verfolgen.

Senvion: IPO-Absage ohne Einfluss auf Wachstumsstrategie

Wie der Windkraftanlagen-Hersteller betont, habe die Entscheidung keinen Einfluss auf die Wachstumsstrategie von Senvion. Diese fokussiere sich auf die Expansion in neue Märkte. Auch auf die Wachstumsdynamik der Gesellschaft haben die Börsengang-Absage keine Auswirkungen, da keine Kapitalerhöhung vorgesehen war.

Absage kurz vor Börsennotierung

Eigentlich sollte die Senvion-Aktie schon am Freitag (18.03.2016) an der Börse notiert sein sollen. Die Privatplatzierung sollte sich an institutionelle Investoren richten. Bei einer Preisspanne von 20 bis 23,50 Euro je Aktie sollten knapp 800 Mio. Euro Bruttoerlös erzielt werden. Die Preisspanne entspricht einer Unternehmensbewertung von 1,3 bis 1,53 Mrd. Euro.

Am Dienstag (15.03.2016) wurde allerdings auch bekannt, dass gegen Ex-Schaeffler-Chef und jetzigen Senvion-CEO Jürgen Geißinger offenbar ermittelt wird. Es gehe um eine Klage des Schaeffler-Konzerns auf Schadensersatz sowie um staatsanwaltliche Ermittlungen wegen Bestechung, Untreue und Steuerhinterziehung gegen Geißinger und weitere ehemalige Schaeffler-Mitarbeiter.

Quelle: IWR Online

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