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15.12.2016, 10:33 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Ostwind realisiert Windenergie-Nutzung der Zukunft

Regensburg/Twistringen - Das Unternehmen Meyer Gemüsebearbeitung GmbH bei Bremen hat gemeinsam mit der Regensburger Ostwind-Gruppe neue Wege in der Nutzung erneuerbarer Energien gefunden. Ostwind spricht von der Energieversorgung der Zukunft für Unternehmen.

Mit eigener Windenergieanlage und eigenem Stromnetz will sich der Gemüsebearbeitungsbetrieb Meyer unabhängig von hohen und schwankenden Energiepreisen machen. Ostwind hat die Windkraftanlage konzipiert und auf das Energiekonzept des energieintensiven Unternehmens abgestimmt.

Hoher Stromverbrauch bei Gemüse-Verarbeiter
Gemüse Meyer betreibt acht Tiefkühlhäuser am Stammsitz und lagert darin gefrorene Feldfrüchte. Die Kühlhäuser und der Bearbeitungsbetrieb verbrauchen bis zu zehn Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch einer Stadt mit 8.000 Einwohnern. Der Anteil der Energiekosten an sämtlichen Ausgaben beläuft sich auf rund zehn Prozent. Daher will das Unternehmen zukünftig mehr Strom selbst produzieren: Auf dem Firmengelände wurde jetzt die neue Windenergieanlage in Betrieb genommen, die pro Jahr sieben bis acht Mio. kWh Strom bereitstellt. Das sind rund 70 Prozent des Stroms, den die Kühlhäuser und Maschinen brauchen.

Vestas-Turbine als Teil eines Zukunftsprojekts zur energetischen Selbstversorgung

Für Planung und Einbindung in die Stromversorgung war die Regensburger Ostwind-Gruppe mit ihrer neuen Niederlassung in Bremen verantwortlich. „Wir haben gleich gemerkt, dass Ostwind nicht nur hohe Kompetenz in Planung, Errichtung und Betriebsführung von Windkraftanlagen mitbringt“, sagt Laurenz Meyer, Inhaber und Geschäftsführer von Gemüse Meyer, „sondern als mittelständisches Unternehmen auch unsere Sprache spricht.“

Die neue Windenergieanlage ist der wichtigste Teil eines Systems, das auf energetische Selbstversorgung ausgelegt ist. „Was wir hier gemeinsam geschaffen haben, ist ein Zukunftsprojekt“, erklärt Dr. Rolf Bungart, Geschäftsführer von Ostwind. Schon die Planung der Vestas-Windenergieturbine V112 mit einer Leistung von 3,45 Megawatt und einer Gesamthöhe von 150 Metern sei etwas Besonderes gewesen. „Alles in allem ein perfekter Einstieg für uns in Niedersachsen – mit Gemüse Meyer als überzeugenden Partner an der Seite und einem innovativen Gesamtkonzept als Grundlage“, so Bungart.

Betrieb läuft mit Klärgas-BHKW, Solarstrom und Windkraft
Auch deshalb wurde schon früh eine Kläranlage in Verbindung mit einer Biogasanlage für Strom und Wärme gebaut, Solarstrom kam hinzu. Mit der neuen Windkraftanlage produziert Gemüse Meyer jetzt übers Jahr gesehen genauso viel Strom in Erneuerbaren-Energien-Anlagen, wie die riesigen Kühlhäuser und die Gemüsebearbeitung verbrauchen. „Hier auf dem Land sind die Stromnetze schwach. Es war für unseren Betrieb immer eine Herausforderung, zu jeder Zeit genügend sichere Energie zu bekommen“, erklärt Meyer.

Lagerhäuser können mit überschüssigem Strom heruntergekühlt werden
Dominik Willkommen, bei Gemüse Meyer zuständig für das Energiemanagement, will noch mehr. In Zukunft soll ein eigenes, intelligentes Stromnetz selbständig erkennen, welche Anlagen gerade wie viel Strom produzieren und wo dieser Strom im Betrieb eingesetzt werden kann. „Da sind wir absolute Vorreiter“, betont Willkommen. Den überschüssigen Strom will der Energiemanager nutzen, um die Lagerhäuser phasenweise auf bis zu minus 26 Grad herunterzukühlen und so überschüssigen Strom in Form von Kälte zu speichern.

Für Jörg Zinner, ebenfalls Geschäftsführer von Ostwind, ist das die Zukunft: „Gerade in der Kombination von Kühlhäusern und Erneuerbaren sehen wir ein sehr hohes Potenzial, um die Schwankungen in der Energieproduktion auszugleichen“, erläutert er, „das macht auch ökonomisch Sinn!“ Energiemanager Willkommen von Gemüse Meyer findet: „Was die Bundesregierung mit Sektorenkopplung oder auch Smart Grids im Großen plant, machen wir hier im Kleinen schon mal vor.“

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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