09.11.2017, 07:56 Uhr

PNE Wind berichtet über "starkes Ergebnis"

Cuxhaven – Der Windenergie-Projektierer PNE Wind hat frische Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Das Geschäft in Europa und den USA läuft für die Norddeutschen immer besser. Das Unternehmen spricht von einem "starken Ergebnis" und erhöht für das Gesamtjahr 2017 die Prognose.

Der PNE-Wind-Konzern kann für die ersten neun Monaten des Jahres ein deutlich gesteigertes Ergebnis vorweisen. Dazu trugen vor allem operative Erfolge bei. Der Aufbau eines europäischen Windparkportfolios schreitet voran und in Schweden sowie in den USA konnten Projektrechte für Windparks mit insgesamt 105,2 MW zu errichtender Nennleistung veräußert werden.

PNE Wind verdreifacht Ebit und erhöht Prognose

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 hat PNE Wind im Konzern einen Umsatz von 81,2 Mio. Euro erwirtschaftet, fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (77,1 Mio. Euro). Die Gesamtleistung beträgt 101,8 Mio. Euro (Vorjahr: 101,9 Mio. Euro). Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kann PNE auf 23,7 Mio. Euro mehr als verdreifachen (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro). Damit erreicht der Konzern ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,21 Euro (im Vorjahr: -0,04 Euro).

Mit dem Ergebnis im Rücken will PNE in die Zukunft investieren. Im Vordergrund steht dabei der Aufbau eines 200 Megawatt (MW) Windpark-Portfolios. Die dabei geschaffenen Werte werden erst beim Verkauf des Portfolios ergebniswirksam realisiert. Auf Basis der Ergebnisse der ersten neun Monate erhöht PNE Wind zudem die Ebit-Prognose für das Gesamtjahr 2017 auf 17 bis 23 Mio. Euro. Zuvor war ein Ebit von 0 bis 15 Mio. Euro erwartet worden.

Vorstandsvorsitzender Lesser: In Übergangsphase operativ erfolgreich

„Wir befinden uns zurzeit in einer Übergangsphase – allerdings operativ wie wirtschaftlich erfolgreich“, kommentiert Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE Wind AG, das Ergebnis. Noch im November will das Unternehmen ein strategisches Konzept gegen den Wandel der Rahmenbedingungen in der Windbranche präsentieren. „Das sehr gute wirtschaftliche Ergebnis nach neun Monaten gibt uns den nötigen Spielraum für die Umsetzung dieser Strategie.“

PNE-Tochter WKN veräußert Projekte in den USA und Schweden

Besonders zu dem Ergebnis beigetragen hat die Veräußerung von Projektrechten in den USA und Schweden. Die PNE-Tochter WKN AG aus Husum konnte im Juli die Projektrechte für einen Windpark (80 MW) im US-Staat Montana veräußern. Im September verkaufte WKN zudem die Rechte des schwedischen Windpark-Projektes Laxaskogen (25,2 MW) an einen Investor. WKN wird auch das Baumanagement des Windparks verantworten und hierbei weitere Zahlungseingänge verbuchen.

Nachträgliche Kaufpreiszahlung für Finanz-Optimierung

Zusätzlich hat PNE von einer Optimierung der Finanzdienstleistungen profitiert. Im Zusammenhang mit dem Ende 2016 verkauften 142-MW-Windparkporftolio hat PNE eine nachträgliche Kaufpreiszahlung von 21,4 Mio. Euro erhalten. PNE konnte die Projektfinanzierung durch Erhöhung der Fremdkapitalquote und durch Kostenreduzierungen optimieren. Dadurch stieg zudem der Wert des veräußertes Portfolios, an dem PNE noch immer 20 Prozent hält, von 330 Mio. Euro (Stand Ende 2016) auf rd. 360 Mio. Euro. Hieraus ergibt sich ein positiver Ebit-Effekt von 5,4 Mio. Euro.

Aktie setzt Höhenflug aus

Die Aktie von PNE gibt angesichts der heute veröffentlichten Zahlen jedoch um rund zwei Prozent auf 2,85 Euro nach (Börse Stuttgart). Die Aktie hatte seit Ende Oktober knapp 13 Prozent an Wert gewonnen.

Quelle: IWR Online

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