18.01.2018, 08:45 Uhr

BMU startet neue Runde für kommunalen Klimaschutz

Berlin – Jährlich treffen sich auf der UN-Klimaschutzkonferenz mehrere tausend Teilnehmer, um den globalen Klimaschutz in den Staaten voranzubringen. Auf nationaler Ebene hat das Bundesumweltministerium (BMU) eine neue Runde für den Klimaschutz in den Kommunen gestartet.

Auch wenn es ein globales Thema ist, Klimaschutz fängt vor Ort an. In einer neuen Antragsrunde der Kommunalrichtlinie werden durch das BMU Maßnahmen gefördert, die den kommunalen Klimaschutz voranbringen sollen.

Kommunaler Klimaschutz durch Informationen, Konzepte und Investitionen

Seit 1. Januar können Kommunen, kommunale Unternehmen, Sportvereine und andere lokale Akteure bis zum 31. März im Rahmen der Kommunalrichtlinie wieder Anträge für kommunale Klimaschutzprojekte stellen. Seit 2008 unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) mit der Kommunalrichtlinie kommunale Klimaschutzprojekte.

Gefördert werden unter anderem:

  • Einstiegsberatungen zum kommunalen Klimaschutz,
  • die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzteilkonzepten
  • die Schaffung einer Stelle für das Klimaschutzmanagement und die
  • Förderung einer ausgewählten Maßnahme
  • die Einführung von Energiesparmodellen in Bildungs- und
  • Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Sportstätten und
  • die Umsetzung investiver Klimaschutzmaßnahmen

Die Förderung investiver Klimaschutzmaßnahmen umfasst neben der Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung durch LED beispielsweise auch Effizienzmaßnahmen in Rechenzentren sowie den Austausch von Elektrogeräten in Kindertagesstätten, Schul- und Lehrküchen. Darüber hinaus werden Maßnahmen im Bereich nachhaltiger Mobilität gefördert. Hierzu zählen u.a. die Errichtung verkehrsmittelübergreifender Mobilitätsstationen und Radabstellanlagen, die Einrichtung von Wegweisungssystemen für den Radverkehr, die Ergänzung vorhandener Radwegenetze und die LED-Beleuchtung der neu errichteten Radwege.

Klimaschutz und Modernisierung in den Kommunen im Fokus

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Die Kommunalrichtlinie bietet sehr vielfältige Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Akteure vor Ort. Wir unterstützen mit den Fördermitteln den Klimaschutz und die Modernisierung in den Kommunen. Damit machen wir die Kommunen doppelt fit für die Zukunft – das ist wie ein klimafreundliches Update für die Städte und Gemeinden.“

Bislang wurden durch die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mehr als 11.500 Projekte in rund 3.000 Kommunen mit rund 524 Mio. Euro unterstützt. Zusätzlich wurden dadurch Investitionen in Höhe von 844 Millionen Euro ausgelöst.

Anträge können vom 1. Januar bis 31. März und in einer weiteren Runde vom 1. Juli bis 30. September 2018 beim Projektträger Jülich gestellt werden.

Quelle: IWR Online

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