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08.03.2010, 11:42 Uhr  Meldung drucken |
dena-Gutachten: Deutschland braucht Stromspeicher |
Berlin - Für die Integration der erneuerbaren Energien in Deutschland muss die Stromspeicherkapazität erhöht werden. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Stromspeicher integrieren Strom aus schwankenden Quellen wie Wind- und Solareenergie ins Netz und sollen so die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland erhöhen. Deshalb befürwortet die dena den geplanten Bau eines neuen Pumpspeicherwerks im Südschwarzwald. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die dena im Auftrag der für den Bau verantwortlichen Schluchseewerk AG erstellt hat. Pumpspeicherwerke seien auf absehbare Zeit die flexibelste, effizienteste und wirtschaftlichste Speicherlösung. Gleichzeitig müsse allerdings die Entwicklung von Druckluft-, Wasserstoff- und Batteriespeichern vorangetrieben werden.
Das dena-Gutachten untersucht nach Angaben der Autoren die Bedeutung von Pumpspeichern und anderer Stromspeicher für die Integration der erneuerbaren Energien in die Stromversorgung. Am Beispiel des geplanten Pumpspeicherwerks Atdorf würden die Vorteile konkret berechnet. Mit einer Leistung von 1.400 MW könne Atdorf zwischen 2020 und 2030 insgesamt bis zu 3,7 Mrd. kWh an zeitweise überschüssigem Strom zusätzlich nutzbar machen. Das entspreche etwa acht Prozent der Strommenge, die alle Wind- und Solaranlagen in Deutschland im Jahr 2009 erzeugt haben. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Stromerzeugung könne Atdorf um über 20 Mio. Euro pro Jahr reduzieren, indem es Strom ins Netz einspeist, wenn er knapp ist. Hinzu kämen CO2-Einsparungen, wenn das Pumpspeicherwerk die Erzeugung in fossilen Kraftwerken ersetzt.
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