02.10.2007, 17:14 Uhr

Bundesregierung will Biokraftstoff-Branche entlasten

Berlin - Trotz hoher Ölpreise kann die Biokraftstoffbranche nicht von der günstigen Marktlage profitieren. Hohe Rohstoffpreise und die Besteuerung des Kraftstoffes setzten die Produzenten in der Vergangenheit unter Druck. Nun überlegt man in der Regierungskoalition, die zum 1. Januar 2008 anstehende nächste Steuererhöhung um sechs Cent auszusetzen. Zudem werde über höhere Quoten zur verpflichtenden Beimischung von Biodiesel zum Treibstoff nachgedacht. Auch eine Ausweitung der Ausnahmen von der Besteuerung über die Landwirtschaft hinaus auf Busse und Bahnen wird dem Bericht zufolge diskutiert.
Von den börsennotierten Biokraftstoffunternehmen gerieten aber nicht nur die deutschen Hersteller unter Druck. Auch auf dem internationalen Parkett musste man u.a. auf Grund von hohen Rohstoffkosten Verluste hinnehmen. Von Ausnahmen abgesehen sind seit Jahresbeginn teils kräftige Kursverluste bei den Biokraftstoffaktien zur verzeichnen. So sackte die Aktie des deutschen Produzenten Verbio seit Januar 2007 um fast 75 Prozent ab, auch das Wertpapier des Börsenneulings Petrotec sank um mehr als 60 Prozent. Die Ausnahme bildet das Unternehmen BKN Biokraftstoff Nord AG. Hier stieg der Aktienkurs seit Jahresbeginn um rd. 46 Prozent.
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Quelle: iwr/02.10.07/