12.06.2008, 16:31 Uhr

Mittlerer Westen der USA versinkt im Regen - Maisernte in Gefahr

Münster - Nach tagelangen Regenfällen im Mittleren Westen der USA sind die Flüsse über die Ufer getreten. Im US-Bundesstaat Indiana wurden Rekord-Pegelstände von vor fast 80 Jahren überschritten. Die Ausrufung des Notstands in zahlreichen Regierungsbezirken machen jedoch nicht nur die Bewohner nervös. Durch die Zerstörung ganzer Ernten im traditionellen Mais-Gürtel der USA und die in Konsequenz folgende Erhöhung des Mais-Preises auf die Rekordmarke von über 7 US-Dollar je bushel geraten auch Bioethanol-Produzenten zunehmend in Bedrängnis. Bereits in den vergangenen beiden Wochen hatte sich der Preis für den Agrarrohstoff um 22 Prozent verteuert. Im Jahresverlauf beträgt der Wertzuwachs ganze 81 Prozent.
Citigroup stuft Wertpapiere der US-Bioethanolproduzenten herab
Auf den überschwemmten Feldern wird der Maisertrag stark beeinträchtigt und führt nun zusätzlich zu einer weiteren Verknappung des Rohstoffes und steigenden Preisen, was für die Ethanolhersteller wiederum zusätzliche Kosten bedeutet. Die US-Großbank Citigroup hat die Kursziele der US-Ethanol-Produzenten ADM, Bunge, BioFuel Energy, Corn Products sowie VeraSun Energy bereits herabgestuft. Citigroup befürchtet vor dem Hintergrund der weiter steigenden Maispreise auch komplette Werksschließungen insbesondere bei kleinen und mittleren Produzenten.
Die Aktienwerte der Bioethanol-Hersteller VeraSun Energy (-6,43%, 3,20 Euro) und Pacific Ethanol (-3,3%, 1,76 Euro) gaben entsprechend deutlich nach (Stand: 16:28).
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Quelle: iwr/12.06.2008/