19.04.2013, 09:54 Uhr

Trendwende bei PV-Modulpreisen?

Münster – Die Preise für kristalline Photovoltaik-Module haben im März 2013 erstmals seit fast drei Jahren wieder angezogen. Kristalline Module aus Deutschland kosteten nach dem PVX Spotmarkt Preisindex des Marktbeobachters pvXchange 0,79 Euro pro Watt peak (Wp). Das ist ein Cent bzw. 1,3 Prozent mehr als noch im Februar 2013 (0,78 Euro/Wp). Noch deutlicher haben sich die Module aus China verteuert. Diese kosteten im März 0,55 Euro/Wp und sind damit gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent gestiegen (0,53 Euro/Wp). Bereits im Februar stagnierten die Preise für kristalline PV-Module. Eine Preissteigerung wie im März war bei den Modulen aus China das letzte Mal im Juli 2010 (1,62 Euro/Wp) festgestellt worden. Für die Module aus Deutschland bzw. Europa liegt die letzte Preissteigerung noch deutlich weiter zurück. Auch die Dünnschichtmodule (CdS/CdTe) haben sich im März um 1,9 Prozent auf 0,55 Euro/Wp gegenüber dem Vormonat verteuert. Zuvor waren die Preise seit Juni 2010 (1,63 Euro/Wp) nicht mehr gestiegen. Ob damit die Talsohle für PV-Modulpreise vorerst durchschritten ist, bleibt abzuwarten.

Preise für chinesische Module fallen auf Jahressicht am schnellsten

Vergleicht man die Preise mit dem Vorjahr, so hat sich für die chinesischen Solarmodule der größte Preisverfall eingestellt. Die Preise für kristalline Module aus China haben seit März 2012 um 25,7 Prozent (März 2011: 0,74 Euro/Wp) nachgelassen. Der Preisverfall bei kristallinen Solarmodulen aus Deutschland gegenüber dem Vorjahr beträgt derzeit 22,6 Prozent (März 2012: 1,02 Euro/Wp). Bei den Dünnschichtmodulen fällt der Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 9,8 Prozent noch verhältnismäßig moderat aus (März 2012: 0,61 Euro/Wp).

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