28.10.2013, 17:51 Uhr

Deutscher Rekord: Knapp 25.000 Megawatt Windenergie-Leistung sorgen für Strom

Münster – Noch nie zuvor war der Beitrag der Windenergieanlagen zur Stromerzeugung in Deutschland so hoch wie am Montag. Das Orkantief "Christian" sorgte dafür, dass Windenergieanlagen mit einer Leistung von etwa 24.700 Megawatt (MW) in der Spitze zwischen 11 und 12 Uhr am Netz waren und Strom geliefert haben. Der bisherige Rekord wurde Anfang Januar 2012 erzielt. Damals hat die Windenergie mit gut 24.000 MW umweltfreundlichen Strom erzeugt.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, ist die Sturmtiefsaison eröffnet. Bereits am Sonntag sorgte Sturmtief "Burkhard", das sein Zentrum nördlich der Britischen Inseln hatte, bereits für ordentlichen Wind. Das Orkantief "Christian" hat sich besonders im Norden von Deutschland bemerkbar gemacht und seine Spuren hinterlassen. Es legte in der vergangenen Nacht eine Strecke von über 1200 Kilometern in 12 Stunden zurück und zählt damit zu den sogenannten Schnellläufern. Dies sind Tiefdruckgebiete, die eine besonders rasche Verlagerungsgeschwindigkeit aufweisen. In der Nacht lässt der Wind etwas nach, aber bis Mitte der Woche soll es noch windig bleiben.

Solar und Wind liefern zusammen Strom mit einer Leistung von 32.000 MW

Zudem konnte am Montagvormittag auch die Sonne einen bemerkenswerten Beitrag zur Stromerzeugung in Deutschland leisten. Zusammen mit der Solarenergie, die kurz vor Mittag auf eine Leistung von mehr als 7.500 MW gekommen ist, waren am Montag Erzeugungsanlagen auf Basis dieser beiden erneuerbaren Energieträger mit einer Leistung von über 32.200 MW am Netz. Den Rest lieferten konventionelle Erzeugungsanlagen wie Kohle-, Gas- oder Atom-Kraftwerke. Die Zahlen basieren auf einer Auswertung von Daten der Strombörse EEX (Stand, 28.10.2013, 17:00 Uhr).


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