25.08.2014, 13:33 Uhr

RENIXX startet glänzend: Goldwind-Aktie zündet Turbo nach Zahlen – Jinkosolar punktet mit Aufträgen

Münster – Der RENIXX startet am Montagvormittag mit kräftigen Gewinnen in die neue Handelswoche. Bislang verbessert sich der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien um 1,7 Prozent auf 431,89 Punkte und schraubt das 3-Jahreshoch damit erneut nach oben.

Auch der DAX klettert kräftig um 0,9 Prozent auf 9.426 Punkte. Offenbar hoffen die Anleger weiterhin auf günstiges Geld durch die Europäische Zentralbank (EZB). Dementsprechend hatte sich EZB-Chef Draghi am Wochenende geäußert. Sogar der erneut gesunkene ifo-Geschäftsklimaindex soll sich positiv auf dem Aktienmarkt ausgewirkt haben: Ein Ende der lockeren Zinspolitik werde durch schwächere Konjunkturindikatoren unwahrscheinlicher, so das Kalkül der Investoren. Der Euro legt am Montag bislang um 0,1 Prozent auf 1,320 US-Dollar zu. Der Goldpreis hingegen sinkt um 0,2 Prozent auf 1.279 US-Dollar je Feinunze.

Goldwind-Aktie geht durch die Decke

Im RENIXX setzt sich die Aktie des chinesischen Windkraftanlagen-Produzenten Goldwind mit einem Kursplus von gut 24 Prozent auf 1,16 Euro eindeutig an der Spitze. Das Unternehmen hat den Umsatz sowie den Periodengewinn im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr kräftig verbessert. Davon profitiert auch die Aktie des ebenfalls aus China stammenden Windenergie-Getriebe-Produzenten China High Speed Transmission (+7,9 Prozent, 0,614 Euro). Jinkosolar legen um 3,7 Prozent auf 22,30 Euro zu. Der chinesische Solarhersteller meldete neue Projekte in China mit einer Leistung von 100 Megawatt (MW). Hierzu wurde ein Abkommen mit einer lokalen Regierung in der Provinz Jiangxi getroffen. Bereits in der letzten Woche meldete das Unternehmen den Auftrag für ein 40-MW-Projekt in Chile.

Größter DAX-Gewinner ist die Aktie von BASF (+1,8 Prozent, 78,12 Euro). Das Unternehmen will bis 2020 zehn Milliarden Euro in Asien investieren, berichtet die "Wirtschaftswoche". Auch Siemens-Titel sind am Montag gefragt. Das Wertpapier verteuert sich um 1,4 Prozent, 94,97 Euro.

Teures Tanken am Sonntag

Sowohl das Rohöl der US-Sorte WTI als auch der Nordseesorte Brent werden etwas teurer. WTI-Öl kostet derzeit ca. 93,70 US-Dollar je Barrel (+0,2 Prozent). Die Nordseesorte Brent steigt im Preis um rund 0,3 Prozent und notiert bei rund 102,60 US-Dollar. Aktuell kostet ein Liter Heizöl 79,9 Cent (+0,25 Prozent; inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Die Treibstoffpreise waren zum Wochenende geklettert. Diesel kostete gestern durchschnittlich in Deutschland 1,365 Euro pro Liter (+1,3 Prozent) und ein Liter Super E10 kostete 1,521 Euro (+1,3 Prozent).

Der deutsche und der französische Strompreis markieren im day-ahead Handel der Strombörse den höchsten Stand der letzten Wochen. Der deutsche Strom wird um rund 41 Prozent teurer und kostet für die Lieferung am morgigen Dienstag 4,03 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Der französische Strom steigt um mehr als 47 Prozent auf ca. 3,96 Cent je kWh. Das EU-Zertifikat, welches zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, verteuert sich minimal um rund 0,2 Prozent auf 6,34 Euro.

Windkraft lässt am Montag nach

Der Wind lässt im Vergleich zur Vorwoche deutlich nach. So gehen die Windkraftanlagen in Deutschland zur Mittagszeit mit einer Leistung von rund 3.000 Megawatt (MW) ans Netz. Die Solaranlagen kommen heute auf eine Leistung von fast 14.700 MW. Zusammen sorgen diese beiden Erneuerbaren für eine Leistung von 17.700 MW. Das sind mehr als 28 Prozent der gesamten benötigten Stromleistung zur Spitzenlastzeit am Mittag. Konventionelle Kraftwerke erzeugen dann Strom mit einer Leistung von rund 44.500 MW.

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