19.11.2014, 07:59 Uhr

Biogas: Weltec Biopower baut Marktposition in Griechenland aus

Vechta – Der deutsche Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower scheint bei den Griechen einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Nach erfolgreich abgeschlossenen Projekten geht es für den Anlagenbauer aus Niedersachsen zügig weiter.

Nach sieben in Griechenland errichteten Edelstahl-Biogasanlagen mit einer Gesamtkapazität von etwa 2,75 Megawatt (MW) warten bereits weitere fünf Biogasanlagen auf die Umsetzung. Diese sollen gemeinsam mit Weltecs Vertriebspartner Tetoros Machinery S.A. geplant und errichtet werden.

Rindergülle und Schlachtabfälle als Substrate

Diese fünf Aufträge setzen sich aus zwei 500 Kilowatt-Anlagen, einer 300 Kilowatt-Anlage, einer 250 Kilowatt-Anlage und einem 250 Kilowatt-Blockheizkraftwerk(BHKW) zusammen. Eine der 500 Kilowatt-Anlagen liegt in Ptolemaida in der Region Westmakedonien. Die Anlage besteht aus einem 4.438 Kubikmeter großen Fermenter, mehreren Rührwerken und Pumpen für drei bestehende Vorgruben, einem Mazerator sowie einem 500-Kilowatt-BHKW. Als Substrate werden Rindergülle und Schlachtabfälle eingesetzt.

Biogas ist ideal für Griechenland

Die Region Ptolemaida gilt als Zentrum der griechischen Energiewirtschaft. Etwa 70 Prozent des griechischen Stromaufkommens werden dort erzeugt, zurzeit größtenteils noch aus Braunkohle.

Griechenland eignet sich laut Weltec auch hervorragend für die Bioenergie-Nutzung. Die bei der industriellen Tierhaltung, die über das ganze Land verteilt ist, anfallenden Reststoffe werden größtenteils noch nicht verwertet. Biogasanlagen könnten Griechenland dabei helfen, die von der europäischen Union vorgegebenen Ziele, bis 2020 rund 20 Prozent des Bruttoenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu produzieren. „Gerade deshalb ist eine dezentrale Energieerzeugung wie die Biogastechnologie besonders gut für Griechenland und Anlagen wie in Westmakedonien machen Schule“, resümiert John Tetoros, Vertriebspartner von Weltec Biopower.


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