23.12.2014, 08:14 Uhr

Offshore-Windenergie: Areva beliefert "Wikinger"

Bilbao/Bremerhaven – Iberdrola und Areva haben einen Vertrag über 620 Mio. Euro abgeschlossen. Dieser beinhaltet die Lieferung von Windkraftanlagen für ein Offshore-Windenergieprojekt in der Ostsee. Der Auftrag sorgt für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in Millionenhöhe in Deutschland.

Iberdrola hat seinen bislang größten Auftrag im Bereich erneuerbare Energien vergeben. Der Vertrag mit der Areva Wind GmbH, der die Lieferung der Windkraftanlagen für das Offshore-Windkraftprojekt „Wikinger“ beinhaltet, hat ein Volumen von rund 620 Mio. Euro. Es geht um 70 Großturbinen, die Areva Wind bereitstellen soll.

70 5-MW-Anlagen

Die unterzeichnete Vereinbarung umfasst die Lieferung von 70 M5000-135 5MW-Windkraftanlagen, deren Installation und Wartung für einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Anlagen werden vom Hersteller Areva Wind an den Standorten Bremerhaven und Stade gefertigt. Anfang 2017 sollen diese vom Fährhafen Sassnitz aus installiert werden. Die Anlagen werden auf Jacket-Fundamenten errichtet.

Wie Iberdrola mitteilt, soll die Realisierung des Projekts durch Areva gemeinsam mit dem spanischen Windenergieanlagen-Hersteller Gamesa erfolgen. Die beiden Unternehmen haben kürzlich ein Joint Venture vereinbart. Dieses Joint Venture wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, gemeinsam neue Prototypen von Anlagen zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit im Markt zu stärken.

Erster Offshore-Windpark in Deutschland

Mit dem Windpark „Wikinger“ realisiert Iberdrola sein erstes Offshore-Windenergieprojekt in Deutschland. Der Windpark hat eine Fläche von 32 km² und Wassertiefen zwischen 37 und 43 Metern. Das gesamte Projekt hat ein Investitionsvolumen von rund 1,4 Mrd. Euro und wird laut Iberdrola mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen.

Das Unternehmen erwartet, dass über 50 Prozent der gesamten Investitionen direkt in Aufträge für deutsche Unternehmen fließen, allein jährlich mehr als 50 Mio. Euro nach Mecklenburg-Vorpommern. Zudem werde das Projekt jedes Jahr durchschnittlich über 30 Mio. Euro an Steuern und Abgaben generieren, teilte Iberdrola mit. Der Park soll 2017 in Betrieb genommen werden und mit einer Leistung von insgesamt 350 MW sauberen Strom für mehr als 350.000 Haushalte produzieren.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2014