17.05.2018, 13:15 Uhr

Cropenergies verdient weniger

Mannheim - Der Mannheimer Bioethanol-Hersteller hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2017/2018 veröffentlicht. Der Umsatz konnte deutlich gesteigert werden, das operative Ergebnis und EBITDA sind allerdings zurückgegangen.

Der Bioethanol-Hersteller Cropenergies AG hat im Geschäftsjahr 2017/18 angesichts ausgelasteter Produktionsanlagen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können. Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Branche finden derzeit in Brüssel entscheidende Verhandlungen statt, die für Planungssicherheit bis 2030 sorgen könnten.

Umsatz um 10 Prozent gesteigert – operatives Ergebnis sinkt

Die Cropenergies AG aus Mannheim verzeichnet im Geschäftsjahr 2017/18 (1. März 2017 – 28. Februar 2018) bei hoher Auslastung der Produktionsanlagen ein Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent auf 882 Mio. Euro (Vorjahr: 802 Mio. Euro). Das operative Ergebnis lag mit 72 Mio. Euro dagegen um etwa 26 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahrs von 98 Mio. Euro. Das EBITDA ist im Jahresvergleich um etwa 18 Prozent auf 111 Mio. Euro (Vorjahr: 135) zurückgegangen. Grund für den Ergebnisrückgang sind im Vergleich zum Vorjahr ungünstigere Rohstoffpreise und Erlöse für proteinreiche Lebens- und Futtermittel sowie ein höherer Instandhaltungsaufwand, so das Unternehmen.

Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der Empfehlung des Vorstands zu folgen und der Hauptversammlung am 17. Juli 2018 für das Geschäftsjahr 2017/18 eine Dividende von 0,25 (Vorjahr: 0,30) Euro je Aktie vorzuschlagen.

Laufende Verhandlungen in Brüssel könnten jahrelange Unsicherheit beenden

Hoffnung setzt Cropenergies auf die Trilog-Vehandlungen, die Anfang 2018 in Brüssel aufgenommen wurden. EU-Parlament, -Kommission und -Rat beraten über die Ausgestaltung der Fortsetzung der „Erneuerbare-Energien-Richtlinie“ für den Zeitraum nach 2020 beraten. Dabei zeichneten sich bereits Änderungen ab, die zur Stärkung des Klimaschutzes im Transportsektor durch erneuerbare Kraftstoffe beitragen sollen, so Cropenergies. Bei einem erfolgreichen Abschluss der Trilog-Beratungen sieht Cropenergies gute Chancen auf ein Ende der langjährigen Unsicherheit für die Biokraftstoffbranche und eine Planungsgrundlage, die bis 2030 reicht.

Quelle: IWR Online

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