22.01.2019, 12:39 Uhr

Japanischer Energieriese setzt auf Offshore-Windenergie

Fredericia, Dänemark / Tokyo, Japan - Der japanische Energieriese Tepco ist Vielen als Betreiber des havarierten Kernkraftwerkes in Fukushima ein Begriff. Künftig will Tepco verstärkt im Bereich der regenerativen Energien aktiv werden.

Tepco und das dänische Energieunternehmen Ørsted haben ein Memorandum of Understanding (Absichtserklärung) für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Offshore-Windenergieprojekten unterzeichnet. Neben Japan haben die Unternehmen dabei weitere Märkte im Visier.

Langfristige Zusammenarbeit zur Entwicklung von Offshore-Windprojekten geplant

Das japanische Energieunternehmen Tepco will sich künftig stärker im Bereich Erneuerbare Energien engagieren und in Japan und im Ausland ein Projekt-Portfolio mit einer Leistung von 6.000 bis 7.000 Megawatt (MW) aufbauen. Dabei wir die Offshore-Windenergie eine wichtige Rolle spielen. Bei der Umsetzung seiner Offshore-Pläne wird Tepco mit dem dänischen Offshore-Spezialisten Ørsted zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Memory of Understanding (MoU) haben die Unternehmen jetzt unterzeichnet. Das erste Vorhaben, das Tepco und Ørsted gemeinsam entwickeln wollen, wird das Offshore-Windprojekt Choshi in der Nähe von Tokio sein. Tepco hat für den Standort bereits eine Untersuchung des Meeresbodens durchgeführt.

Tepco setzt im Rahmen der Zusammenarbeit auf die umfangreiche Expertise, über die Ørsted nach dem Bau von mehr als 25 Offshore-Windparks in Europa sowie einiger großer Offshore-Projekte, die sich in Europa, den USA und Taiwan, in der Entwicklung befinden, verfügt. Tomoaki Kobayakawa, Executive Officer und Präsident des japanischen Versorgers, zeigte sich zuversichtlich, dass die Partnerschaft angesichts des großen Know-hows von Tepco im japanischen Stromgeschäft und der Offshore-Wind-Erfahrungen von Ørsted zum Erfolg des Choshi-Projekts führen wird. „Wir hoffen, dass dieser erste Schritt den Weg für die Entwicklung, den Bau, den Betrieb und den Besitz von Offshore-Windprojekten auch außerhalb von Japans Küsten ebnet, so Kobayakawa.

„Diese Absichtserklärung markiert den Anfang in dem Bestreben von Ørsted und Tepco, die japanischen Ambitionen für die Erzeugung erneuerbarer Energien im eigenen Land in großem Umfang umzusetzen und dazu beizutragen, Japan zu einem führenden Offshore-Windmarkt im asiatisch-pazifischen Raum zu machen, kommentiert Henrik Poulsen, CEO und Präsident von Ørsted die Unterzeichnung des MoU.

Ørsted ist nachhaltigstes Energieunternehmen in weltweitem Vergleich

Die starke Fokussierung auf den Ausbau erneuerbarer Energien hat Ørsted jetzt im Rahmen des Coporate Knights Global 100 Index auch eine Top-Platzierung beschert. Der Index des kanadischen Magazins Corporate Knights beleuchtet mehr als 7.500 Unternehmen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit. Ørsted belegt im Report für 2019 den vierten Platz und ist damit das nachhaltigste Energieunternehmen weltweit. Im letzten Jahr belegte Ørsted noch Platz 70. Vor allem der hohe Anteil des Umsatzes aus umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen wurde positiv bewertet, so Ørsted. Neben dem Bereich Offshore-Windenergie, in dem Ørsted heute Weltmarktführer ist, baut und betreibt Ørsted Onshore-Windparks, Bioenergie- und Wärmekraftwerke und beliefert Industrieunternehmen mit Energiedienstleistungen wie z.B. PPAs (Power Purchase Agreements). Bis 2025 will Ørsted 99 Prozent der produzierten Energie aus Erneuerbaren generieren.

Quelle: IWR Online

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