23.01.2019, 15:57 Uhr

BSH legt Flächen für Offshore Windenergie fest

Hamburg - Welche Flächen für den Ausbau der Offshore Windenergie in Nord- und Ostsee zur Verfügung stehen, ist weitgehend geklärt. Bis spätestens 30 Juni 2019 soll der Flächennutzungsplan veröffentlicht werden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)hat die Bilanz für 2018 vorgelegt. Einen Schwerpunkt der BSH-Aktivitäten bildet die Nutzung der Windenergie auf See.

Flächennutzungsplan für Nord- und Ostsee wird bis 30. Juni 2019 verabschiedet

Im Jahr 2018 veröffentlichte das BSH bereits den Vorentwurf des Flächenentwicklungsplans (FEP) für den Bereich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nord- und Ostsee. Der FEP wird bis zum 30. Juni 2019 verabschiedet. Er wird den zukünftigen Ausbau der Offshore-Windenergie sowie der zugehörigen Offshore-Anbindungsleitungen festlegen. „Der Flächenentwicklungsplan ist das zentrale Planungsinstrument für die Nutzung der Windenergie auf See“, erklärte Dr. Karin Kammann-Klippstein, seit November 2018 Präsidentin der zentralen maritimen Behörde Deutschlands. „Darüber hinaus – und das ist eine erst Ende 2018 neu verabschiedete gesetzliche Grundlage – kann er in einer Fortschreibung Bereiche für besondere Energiegewinnung ausweisen.“

Für die Anlagen, die nach 2026 errichtet werden, legt der FEP Flächen für Offshore-Windparks im Bereich der deutschen AWZ der Nord- und Ostsee fest. Er definiert, wie und wann diese Flächen an das landseitige Stromnetz angebunden werden. Der Plan bildet die Grundlage für einen synchronen Ausbau der Windenergie mit den Anbindungsleitungen.

Kooperaton mit den Anrainerstaaten

Mit mehreren Veranstaltungen hat das BSH in enger Zusammenarbeit mit den Nord- und Ostseeanrainerstaaten die Grundlagen für die internationale Verzahnung der nationalen maritimen Raumordnungspläne gelegt. Die unterschiedlichen nationalen Pläne müssen an den Schnittstellen so abgestimmt werden, dass sie wie Puzzlesteine ineinandergreifen, also kohärent sind. Die erste gemeinsame Konferenz zur Meeresraumplanung in Nord- und Ostsee findet im Februar 2019 in Hamburg statt.

Offshore Windenergie 2018 in Zahlen

2018 waren in der AWZ Offshore-Windenergieanlagen mit 7.100 MW im Bau, installiert oder bereits im Betrieb, so das BSH. Bis 2020 sollen – so die deutschen Ausbauziele – 6.500 MW am Netz sein, 15.000 MW bis 2030. „Voraussichtlich ab 2023 sollen auch Windenergieanlagen mit 10 bis 12 MW Leistung errichtet werden. Das bedeutet, dass weniger Windenergieanlagen notwendig sind, um die angestrebte Leistung zu erreichen – eine Entwicklung, die wir bereits bei der Planung der einzelnen Offshore-Windparks im Ansatz beobachten können“, berichtete Dr. Karin Kammann-Klippstein.

Quelle: IWR Online

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