02.04.2019, 08:58 Uhr

Schweizer testen 750 kW Windkrafanlage mit Vertikalrotor

Grevenbroich - Auf dem Windenergie-Testfeld in Grevenbroich fand der Spatenstich für eine neue Windenergieanlage statt. Ein Schweizer Unternehmen Schweizer Unternehmen errichtet dort eine Windenergieanlage mit Vertikalrotor.

Lange waren Windkraftanlagen mit einer vertikalen Achse aus dem Windmarkt weitgehend verschwunden. Nun versucht das Schweizer Unternehmen Agile Windpower AG ein Comeback.

Neue Windkraftanlage Vertical Sky A32

Am 21. März 2019 fand auf dem Testfeld in Grevenbroich der Spatenstich für den Bau der Vertical Sky A32 statt. Sie besteht aus einem Gittermastturm und einer Turbine mit drei vertikal und separat verstellbar angebrachten Rotorblättern. Deren Länge beträgt je 54 Meter, der Rotordurchmesser misst 32 Meter. Bei einer Gesamthöhe von 105 Metern schafft es die Anlage auf eine Nennleistung von 750 Kilowatt. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Herbst 2019 geplant. Im Anschluss wird die windtest Grevenbroich Gmbh (wtg) alle zur Zertifizierung dieses Anlagentyps notwendigen Messungen durchführen.

Geringere Schallemissionen erwartet

„Unsere Anlage ist im Betrieb deutlich leiser als andere. Ihr Schallleistungspegel beträgt nur 85 Dezibel. In einem Abstand von 100 Metern liegen wir damit bei einem Schalldruck von unter 40 Dezibel“, sagt Patrick Richter, Gründer und Hauptaktionär von Agile. Grund dafür ist der verhältnismäßig langsam drehende Rotor und eine ausgeklügelte Rotorblatt-Pitch-Steuerung. Ob sich die geringen Schallemissionen bestätigen, wird unter anderem Ergebnis der Messungen durch wtg sein. Diese sollen außerdem die Basis für eine erfolgreiche Typenzertifizierung der Anlage legen.

Agile Windpower AG erhält Unterstützung von Audi

Unterstützt wird Agile unter anderem vom Automobilhersteller Audi. „Wir sehen in den Vertikalachs-Windanlagen eine hochinteressante technische Lösung, die wir im Rahmen unseres ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatzes unterstützen. Neben dem Fahrzeug möchten wir unseren Kunden auch nachhaltige Energie dafür anbieten“, sagt Reiner Mangold, Leiter Nachhaltige Produktentwicklung der Audi AG, im Rahmen des Spatenstichs.

Quelle: IWR Online

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