13.08.2019, 15:50 Uhr

Forscher wollen Tanken von Elektroautos beschleunigen

Aalen - Die aktuellen Batterie-Ladezeiten sind noch ein Hemmnis bei der Einführung der Elektromobilität. In Zukunft sollen lange Wartezeiten aber der Vergangenheit angehören.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert das Projekt „structur.e“ mit dem Ziel, das Laden von Elektroautos zu beschleunigen. Projektkoordinator ist die Volkswagen AG.

Schnelles E-Laden: Projektpartner verfolgen unterschiedliche Lösungsansätze

An dem Projekt "structure.e", das in den nächsten drei Jahren mit 6 Millionen Euro gefördert wird, sind neben der Volkswagen AG, der Hochschule Aalen auch beispielsweise Porsche Deutschland, die Trumpf Laser GmbH, das DLR aus Stuttgart, das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik aus Kaiserslautern sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung aus Ulm beteiligt. An den jeweiligen Standorten werden unterschiedlichste Lösungsansätze verfolgt und experimentelle Expertise mit Know-how im Bereich der numerischen Simulation zusammengeführt. Am Ende sollen nach Möglichkeit die Lösungsansätze miteinander kombiniert und schnell in die Anwendung und den Markt herangeführt werden.

Ansatz der Hochschule Aalen zielt auf Batterieelektroden ab

Der an der Hochschule Aalen verfolgte Ansatz zielt auf den inneren, strukturellen Aufbau der nur 50–150 µm großen Batterieelektroden. Das Team um die Professoren Volker Knoblauch vom Institut für Materialforschung (IMFAA) und Harald Riegel vom LaserApplikationsZentrum (LAZ) setzt dabei unter anderem auf den Einsatz von Lasern zur Mikrostrukturierung der Elektroden. „Mit dem Laser können wir die Funktion der Elektroden gezielt beeinflussen, indem wir oberflächennah Poren freilegen oder aber dreidimensionale Strukturen herstellen – in beiden Fällen möchten wir den Transport der Lithium-Ionen beim Laden verbessern“, erläutert Professor Riegel. Erste Vorarbeiten zeigten einen positiven Effekt auf die sogenannte Stromratenfähigkeit und sollen nun im Projekt weiterverfolgt werden.

Starke Batterieforschung in an der Hochschule Aalen

„Neben dem mit 5 Millionen geförderten FH-Impulsprojekt SmartPro ist structur.e mit rund einer Million Euro Bundesförderung eines der größten Vorhaben, die wir jemals an der Hochschule hatten“, freut sich Professor Knoblauch. Dass die Hochschule bei dem Konzert der Großen eine derart tragende Rolle spiele, unterstreiche die Stärke und Sichtbarkeit der Batterieforschung in Aalen, so Knoblauch weiter.

Quelle: IWR Online

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