02.09.2019, 17:29 Uhr

Neues Ökostrom-Seekabel verbindet Niederlande mit Dänemark

Münster – Mit dem Ausbau der Seekabelverbindungen zwischen den Nordsee-Anrainerstaaten wird die Stromversorgung immer sicherer. Jetzt geht mit dem COBRA-Seekabel zwischen den Niederlanden und Dänemark ein weiteres Gleichstromkabel in Betrieb.

Ab dem 07. September 2019 steht eine weitere Seekabelverbindung für den europäischen Strommarkt zur Verfügung. Über die 325 km lange Gleichstrom-Verbindung zwischen den Niederlanden und Dänemark kann Strom mit einer Leistung von 700 MW transportiert werden.

Niederlande importiert Windstrom aus Dänemark

Die neue Seekabelverbindung mit dem Namen COBRA ist ein Projekt zwischen dem niederländischen Netzbetreiber Tennet und dem dänischen Netzbetreiber Energienet. Der Bau startete im Jahr 2016, die Fertigstellung erfolgte Anfang des Jahres 2019. Das Stromkabel, über das vor allem Ökostrom zwischen den Ländern ausgetauscht werden soll, verläuft von Eemshaven (Niederlande) an der Emsmündung in die Nordsee über Deutschland bis nach Endrup (östlich von Esberg) in Dänemark. Siemens ist Hauptauftragnehmer für die Auslegung und technische Ausstattung der Konverterstationen in den beiden Ländern, die Kabel wurden von der italienischen Prysmian hergestellt und verlegt.

Längste Seekabelverbindung der Welt zwischen Dänemark und Großbritannien im Bau

Auch der Bau einer zweiten wichtigen Seekabel-Verbindung kommt voran. Zwischen Dänemark und Großbritannien entsteht mit einer Länge von 1.250 km die weltweit längste Untersee-Stromkabelverbindung der Welt. Das HGÜ-Kabelsystem wird die Stromrichterstation in Bicker Fen in Lincolnshire (Großbritannien) mit der Stromrichterstation in Revsing in Südjütland (Dänemark) verbinden. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2023 geplant. Siemens ist auch bei dieser Stromkabelverbindung für die Konverterstationen zuständig. Hier wird der Wechselstrom in Gleichstrom und dann wieder in Wechselstrom umgewandelt.

Quelle: IWR Online

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