18.06.2020, 17:24 Uhr

Ballard erhält Folgeauftrag für Brennstoffzellen-Busse in Großbritannien


© Wrightbus / Ballard Power

Vancouver, Kanada - Während bei Pkw der nächsten Generation der Trend derzeit in Richtung batteriebetriebene Elektrofahrzeuge geht, hat bei Nutzfahrzeugen die Brennstoffzelle eher die Nase vorn. Das zeigt sich auch in dem Anschluss-Auftrag, den Ballard Power aus Irland erhalten hat.

Der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power hat eine Order über die Lieferung von 15 Brennstoffzellen-Modulen für Brennstoffzellen-Busse (FCEBs) erhalten. Auftraggeber ist der irische Bushersteller Wrightbus, dessen Auftragsvolumen für Busse mit Brennstoffzellenantrieb bei Ballard Power damit auf 50 Module ansteigt.

Ballard erhält Folgeaufträge für 15 Brennstoffzellenmodule von Wrightbus

Ballard Power Systems hat von dem irischen Bushersteller Wrightbus einen Folgeauftrag für 15 seiner 85-Kilowatt-Hochleistungs-Brennstoffzellenmodule FCveloCity®-HD erhalten. Die Brennstoffzellenmodule sollen Brennstoffzellen-Elektrobusse (Fuel Cell Electric Buses, FCEBs) antreiben, die für den Einsatz in Großbritannien vorgesehen sind. Inklusive der jetzt beauftragten 15 Module steigt das Auftragsvolumen von Wrightbus auf über insgesamt 50 Module, die für den Einbau und Antrieb von FCEBs vorgesehen sind. Davon wurden 35 Module bereits im Jahr 2019 beauftragt. Von diesen 35 Modulen sind 20 für Brennstoffzellen-Busse vorgesehen, die in London eingesetzt werden sollen. 15 Module sollen in Busse eingebaut werden, die in Aberdeen eingesetzt werden. Ballard rechnet damit, dass alle 50 Module im Jahr 2020 ausgeliefert werden.

Britische Regierung unterstützt Brennstoffzellen-Sektor mit milliardenschwerem Programm

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Ballard setzt große Hoffnungen auf den britischen Markt, da das Verkehrsministerium (DfT) der britischen Regierung Anfang dieses Jahres einen Fünfjahresplan in Höhe von 5 Milliarden Pfund (6,4 Milliarden US-Dollar) zusammen mit dem Einsatz von mindestens 4.000 emissionsfreien Bussen angekündigt hat. Ziel ist die Verbesserung der Bus- und Fahrradinfrastruktur im Land. Weitere Einzelheiten werden von einer Nationalen Busstrategie erwartet, die später im Jahr 2020 veröffentlicht werden soll.

Wrightbus nach Übernahme durch Bamford Bus Company wieder am Start

Der in Nordirland ansässige Hersteller Wrightbus ist u.a. für seine roten Londoner Doppeldecker-Busse bekannt. Wrightbus litt unter Liquiditätsengpässen. Nachdem die Verhandlungen mit potenziellen Käufern nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnten, hat das Unternehmen im Jahr 2019 Insolvenz anmelden müssen, Der Bushersteller wurde unter Zwangsverwaltung gestellt, rd. 1.200 Mitarbeiter wurden freigestellt. Mittlerweile wurde Wrightbus von der Bamford Bus Company (BBC) übernommen. Das Unternehmen hat insbesondere die Integration von Brennstoffzellen sowie den Ausbau der H2-Infrastruktur im Fokus.

Quelle: IWR Online

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