Sunfarming startet in Brandenburg Bau von einem der größten Agri-PV-Projekte Europas

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Erkner - Agri-Photovoltaik gewinnt in Deutschland spürbar an Dynamik: Immer mehr Landwirte und Investoren setzen auf die gleichzeitige Doppelnutzung von Flächen für die Stromproduktion und Landwirtschaft. Die Sunfarming GmbH treibt diesen Trend nun mit dem Klimapark Steinhöfel weiter voran, einem der größten Agri-PV-Projekte Europas.
Der Klimapark Steinhöfel soll eine Gesamtleistung von bis zu 753 MWp erreichen und verbindet Photovoltaik mit aktiver Landwirtschaft. Sunfarming realisiert die ersten 550 MWp inklusive Umspannwerk in Kooperation mit SPIE und E.DIS. Für den ersten 106-MWp-Abschnitt liegt bereits ein EEG-Zuschlag vor, der den Übergang von Planung zu Bau markiert.
Baustart für Europas Großprojekt der Agri-Photovoltaik
Die Sunfarming GmbH hat in der brandenburgischen Gemeinde Steinhöfel den Baustart für eines der größten Agri-PV-Projekte Europas eingeläutet. Auf rund 500 Hektar soll im Endausbau eine riesige Agri-PV-Anlage mit einer Leistung von bis zu 753 MWp realisiert werden. Für die ersten 550 MWp inklusive Umspannwerk liegen bereits alle Baugenehmigungen vor.
Das Umspannwerk wird in Zusammenarbeit mit SPIE umgesetzt. Über ein 110-kV-Kabelsystem soll der erzeugte Strom in das Hochspannungsnetz des regionalen Verteilnetzbetreibers E.DIS eingespeist werden. Für den ersten Teilabschnitt der Agri-PV-Großanlage mit einer Leistung von 106 MWp hat Sunfarming 2025 in der Juli-Ausschreibung der BNetzA einen Zuschlag für die EEG-Vergütung erhalten. Baustart für diesen Teil war im vierten Quartal 2025.
Martin Tauschke, Geschäftsführer der Sunfarming GmbH, betont: „Mit dem EEG-Zuschlag für die ersten 106 MWp glauben wir einen entscheidenden Meilenstein in der Umsetzung des Klimaparks Steinhöfel erreicht zu haben. Der Baustart der ersten Ausbaustufe markiert den Übergang von der Planung in die Umsetzung.“
Agri-PV: Nachhaltige Energie trifft moderne Landwirtschaft
Zentraler Bestandteil des Projekts ist die Agri-PV-Doppelnutzung: Auf mindestens 2,10 Meter hohen Strukturen sollen bifaziale Glas-Glas-Solarmodule installiert werden. So soll unter den Modulen ausreichend Raum für landwirtschaftliche Bewirtschaftung - etwa für den Anbau von Arznei- und Gewürzkräutern oder auch Ackerfruchtfolgen - entstehen.
Sunfarming verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den örtlichen Landwirten, dem Landkreis und technischen Partnern wie SPIE und E.DIS. Ziel ist es, nicht nur sauberen Strom zu erzeugen, sondern auch regionale Wertschöpfung zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und neue wirtschaftliche Perspektiven für den ländlichen Raum zu eröffnen.
Tauschke erläutert: „Wir sind stolz, dass sich unser Konzept der Agri-Photovoltaik einmal mehr als zukunftsfähiges Modell für eine nachhaltige Energieversorgung bewährt. Gemeinsam mit unseren Partnern, der Gemeinde und den Landwirten vor Ort arbeiten wir daran, hier ein Projekt, das europaweit Maßstäbe für die Verbindung von Energieproduktion, Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung setzen kann, zu schaffen.“
Mit dem Klimapark Steinhöfel plant Sunfarming nicht nur ein Solar-Kraftwerk, sondern ein Leuchtturmprojekt für die Energiewende, nachhaltige Landwirtschaft und regionale Entwicklung, dessen Wirkung weit über Brandenburg hinausreichen soll.
Quelle: IWR Online
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