29.09.2014, 15:44 Uhr

Energieautarkie: IBC Solar liefert PV-Systeme samt Speicher für Energiefabrik

Neuenstadt – Die Endreß & Widmann Solar GmbH hat einen neuen Büro- und Werkstattkomplex in Betrieb genommen, der komplett ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz auskommt. Diese sogenannte Energiefabrik ist völlig energieautark und wird ausschließlich durch erneuerbare Energien versorgt.

Für die neue Enfa hat die IBC Solar AG sowohl die Photovoltaik- als auch die Speicheranlagen geliefert. Entwickler und Bauherr der Energiefabrik ist der Solarunternehmer und IBC-Solar-Vertriebspartner Friedhelm Widmann. Er gilt laut IBC Solar als Visionär, wenn es um die Energieversorgung der Zukunft geht.

Kein Anschluss an das öffentliche Stromnetz

Endreß & Widmann ist auf die Planung und Installation von Solaranlagen zur Strom- und Wärmegewinnung spezialisiert. Der Gebäude-Komplex der Enfa, die in neun Monaten gebaut wurde, bringt dabei etwa 350 m² Produktionsfläche und 600 m² Bürofläche unter. Auf 30 m² befindet sich die Energiezentrale in dem Gebäude. Die Energiefabrik ist nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.

„Ich wollte zeigen, dass wir schon im Jahr 2014 in der Lage sind, eine stabile und wirtschaftlich interessante Energieversorgung zu realisieren, welche ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert. Die Enfa zeigt schon jetzt eine Möglichkeit, wie Deutschland im Jahr 2050 einzig und allein mit erneuerbaren Energien versorgt wird“, sagt Der Diplom-Ingenieur Widmann.

Stabile Energieversorgung durch den Energiemix

Für eine gesicherte Stromversorgung in der Enfa hat Widmann auf einen Mix von verschiedenen Erzeugungs- und Speichertechnologien gesetzt. Die Photovoltaik mit 112 Kilowatt (kW) ist bei der gesamten Energieerzeugung mit 80 Prozent eingeplant. Wird zu viel Strom erzeugt, fließt die überschüssige Energie in den 400 kWh großen Batteriespeicher. Bei schlechtem Wetter sorgt ein mit Biogas gespeistes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von 40 kW für die benötigten Elektrizitätsmengen. Dadurch werden die Kosten für Strom laut IBC Solar dauerhaft deutlich billiger als bei einem Bezug vom Energieversorger. Es wird mit einem Preis von 6 bis 20 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gerechnet.

Enfa versorgt sogar Elektrotankstellen

IBC Solar steuert für das Projekt das Photovoltaik- und Batteriesystem bei. Kühlung und Heizung wird von einer Wärmepumpe übernommen. Ist die Heizleistung im Winter nicht stark genug, hilft das BHKW aus. Darüber hinaus werden von der Energiefabrik noch drei Elektrotankstellen mit Strom versorgt. Besonders hier ist der wirtschaftliche Unterschied deutlich. So kosten 100 km mit dem grünstrombetankten Elektroauto etwa 85 Cent. Das Pendant mit Benzinantrieb kostet für die gleiche Strecke etwa neun Euro, heißt es in der Mitteilung des Solarunternehmens.

Damit es nicht zu Engpässen bei Strom oder Wärme kommt, wurde eigens für die Enfa eine Software entwickelt, die mithilfe einer dreitägigen Wettervorhersage den Wärme- und Kühlbedarf für das Gebäude errechnet. Mit diesen Ergebnissen werden die Temperatur, Beladung der Elektroautos, die zusätzliche Nutzung des BHKW oder andere Variablen optimal aufeinander abgestimmt.

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