02.05.2014, 09:27 Uhr

Envitec Biogas steigert EBIT dank Eigenbetrieb – Konzernergebnis soll 2014 positiv bleiben

Lohne – Envitec Biogas hat seine Zahlen für das Jahr 2013 vorgelegt. Wie das Unternehmen erklärt, sei das Jahr 2013 für die deutsche Biogasbranche wie erwartet eine große Herausforderung gewesen. Dennoch konnte Envitec ein positives Konzernergebnis erzielen und sein operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr sogar deutlich steigern.

Die Nachfrage im bislang wichtigsten deutschen Markt ist nach Angaben von Envitec bereits in 2012 um 80 Prozent eingebrochen. Das Neubauvolumen in 2013 sei dann nochmals um rund ein Viertel gesunken. „EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und in den Betrieb eigener Biogasanlagen investiert“, sagt Jörg Fischer, Finanzvorstand der EnviTec Biogas AG. „Davon profitieren wir in dieser für die Branche schwierigen Phase.“ Die Aktie von Envitec Biogas ist am Mittwoch nach der Veröffentlichung der Zahlen um 4,3 Prozent auf 6,85 Euro deutlich gesunken.

Eigenbetreib sorgt für deutliche Steigerung beim operativen Gewinn

Aufgrund einer starken Entwicklung im Eigenbetrieb hat Envitec Biogas das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2013 auf 2,4 Mio. Euro nahezu verdoppelt (2012: 1,3 Mio. Euro). Das Konzernergebnis lag 2013 bei 0,3 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,02 Euro für das Jahr 2013 (Vorjahr: 0,08 Euro). Im Jahr 2013 hat Envitec insgesamt 148,8 Mio. Euro umgesetzt (2012: 190,5 Mio. Euro). Erstmals hatte der Geschäftsbereich Eigenbetrieb den größten Anteil am Konzernumsatz. Der Erlös aus dem Betrieb eigener Biogasanlagen legte von 40,8 Mio. Euro um 53,1 Prozent auf 62,5 Mio. Euro zu. Der Umsatz im Anlagenbau brach hingegen von 124,6 Mio. Euro auf 47,3 Mio. Euro ein. Beim Anlagenbau hat das Auslandsgeschäft einen Umsatz von 25,6 Mio. Euro erbracht.

Fischer: Noch stärkere Fokussierung auf Auslandsgeschäft und Eigenbetrieb

Jörg Fischer: „Leider bleiben im aktuellen Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Vorteile von Biogas und Biomethan als Multitalente, die als dezentrale Energie ohne Netzausbau grund- und spitzenlastfähig sind und so einen wichtigen Beitrag als Systemstabilisatoren leisten, unberücksichtigt. Noch nicht mal der Bestandsschutz ist abschließend gesichert. Stattdessen setzt die Bundesregierung auf Erdgasimporte und Kohle, den Primärenergieträger mit der schlechtesten CO2-Bilanz. Daher werden wir uns noch stärker auf das Auslandsgeschäft und den Eigenbetrieb fokussieren.“

Operatives Ergebnis soll 2014 positiv bleiben

Envitec Biogas verfügte Ende 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 67,6 Mio. Euro (Ende 2012: 93,0 Mio. Euro). Dieser sei eine gute Grundlage für ein stabiles Jahr 2014. Im laufenden Jahr erwartet Envitec einen Konzernumsatz zwischen 145 und 165 Mio. Euro. Das operative Ergebnis sollte weiterhin positiv sein. Das Unternehmen wird dabei die Produktionskapazität von 52 Megawatt weiter optimieren und gezielt neue Anlagen für den Eigenbetrieb bauen. Sofern es die Rahmenbedingungen zulassen, soll die Produktionskapazität im Eigenbetrieb in 2014 und in 2015 um jeweils vier Megawatt ausgebaut werden. Im Fokus stehen dabei Deutschland und Großbritannien.

Im Anlagenbau wird das Auslandsgeschäft weiter an Bedeutung gewinnen. Die wichtigsten Auslandsmärkte sind derzeit Frankreich und Großbritannien. Darüber hinaus hat Envitec in den USA und China die ersten Aufträge erhalten und teilweise auch schon realisiert.

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