02.04.2020, 17:03 Uhr

Innogy steigt in den Offshore-Windenergiemarkt Taiwan ein


© Innogy SE

Essen / Taipeh - Taiwan entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Markt für die Offshore-Windenergie. Der Essener Energiekonzern Innogy ist jetzt mit einem strategischen Partner in den taiwanesischen Offshore-Markt eingestiegen.

Taiwan verfolgt einen ehrgeizigen Plan zum Ausbau der Offshore-Windenergie und möchte bis 2025 aus der Kernenergie aussteigen. Damit bieten sich für deutsche und europäische Unternehmen große Chancen, um von der Marktentwicklung zu profitieren. Neben Siemens Gamesa oder Orsted, die bereits auf dem taiwanesichen Offshore-Markt aktiv sind, ist auch Innogy jetzt der Markteinstieg in Taiwan gelungen.

Vertrag zur Weiterentwicklung des 448 MW Offshore-Windprojekts Chu Feng unterzeichnet

Die taiwanesische Regierung plant, den Anteil der Offshore-Windenergie an der Stromerzeugung des Landes deutlich zu steigern. Im Jahr 2018 hat Innogy ein Büro in Taipeh eröffnet, mit dem Ziel, das Geschäft mit Erneuerbaren Energien in Taiwan auszubauen und darüber hinaus den asiatisch-pazifischen Raum insgesamt zu erschließen. Dabei setzt Innogy auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen vor Ort, die über lokale Expertise verfügen. Die jetzt bekannt gegebene strategische Partnerschaft mit der Asia Cement Corporation zur Weiterentwicklung des taiwanesischen Offshore-Windenergieprojektes Chu Feng folgt dieser Strategie und eröffnet Innogy die Möglichkeit, in den Markt in Taiwan einzusteigen und weiter im Bereich Offshore-Wind zu wachsen. Das Chu Feng Offshore-Windprojekt wird derzeit für die Teilnahme an der nächsten Auktionsrunde für die Vergabe von Netzanschlusskapazitäten vorbereitet. Der Windpark hat eine geplante installierte Leistung von bis zu 448 Megawatt (MW) und soll vor der windreichen Nordwestküste Taiwans in der Nähe der Stadt Hsinchu gebaut werden.

Mit dem Chu Feng-Projekt steige Innogy in den taiwanesischen Wachstumsmarkt ein, und das mit einem starken, taiwanesischen Partner an der Seite, begrüßt Sven Utermöhlen, Senior Vice President Renewables Operations Offshore der Innogy SE, die Kooperation. Dabei ergänzten sich die lokale Expertise von Asia Cement und die globale Erfahrung und das technische Know-how von Innogy hervorragend, so Utermöhlen weiter.

Taiwan steigt aus Kernenergie aus – Großes Potenzial für Offshore-Windenergie

Wie in Deutschland, so befindet sich auch in Taiwan der Energiesektor in einem Umbruch. Bis 2025 soll Taiwan nach dem Willen der Regierung im Rahmen der Energiewende aus der Kernenergie aussteigen, die in der Vergangenheit bis zu 20 Prozent der Strombereitstellung abdeckte. Erneuerbare Energien, und hier insbesondere die Offshore-Windenergie, sollen im Gegenzug stark ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2025 sollen die Offshore-Kapazitäten in Taiwan eine Leistung von 5.500 MW aufweisen. Im November des vergangenen Jahres wurde mit dem Offshore-Windpark Formosa 1 (128 MW) der erste kommerzielle Offshore-Windpark Taiwans offiziell eingeweiht.

Innogy treibt Ausbau der internationalen Offshore-Kapazitäten voran

Innogy gehört zu den weltweit führenden Betreibern von Offshore-Windparks. Das Unternehmen war an der Bereitstellung von über 2.500 MW Offshore-Windkapazität in Europa beteiligt und entwickelt derzeit zahlreiche weitere Offshore-Projekte weltweit. Innogy war zuletzt bei den Offshore-Windauktionen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich erfolgreich. Für das Offshore-Entwicklungsprojekt Sofia (100 Prozent Innogy) erhielt das Essener Energieunternehmen bei der Auktion in Großbritannien im letzten Jahr den Zuschlag für das Projekt mit einer geplanten installierten Leistung von bis zu 1.400 MW.

Quelle: IWR Online

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