02.04.2014, 14:45 Uhr

Kennzeichnung bei Windkraft-Anlagen: Fachverband bringt neuen Standard raus

Essen - Der VGB Powertech e.V., europäischer technischer Fachverband für die Strom- und Wärmeerzeugung, hat einen neuen Standard für die Windenergie veröffentlicht. Das dabei verwendete internationale Kennzeichensystem soll Betreiber, Hersteller und Dienstleister bei Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Windkraftanlagen unterstützen und so den Strom aus Windenergie letztlich günstiger machen.

Die Neuausgabe des VGB-Standards „RDS-PP® Anwendungsrichtlinie Teil 32: Windkraftwerke“ schließt nach Angaben des Herausgebers eine Lücke im internationalen Kennzeichensystem für Stromerzeugungsanlagen. RDS-PP steht dabei für „Reference Designation System for Power Plants“. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des zuvor verwendeten Kraftwerk-Kennzeichen-Systems.

Anlagenteile eindeutig kennzeichnen und beschildern

Die Kennzeichensystematik des RDS-PP® als einheitliches Merkmal kommt im gesamten Lebenszyklus von Windenergieanlagen (WEA) zur Anwendung. Für eine wirtschaftliche Planung, Errichtung, Betriebsführung, Instandhaltung bis hin zum Rückbau von Windkraftwerken einzelnen Anlagenteile eindeutig zu kennzeichnen und zu beschildern sei es hilfreich, diese zu gliedern und die. Diese Kennzeichensystematik gilt als Basis für eine geordnete Anlagendokumentation und die Bereitstellung einer standardisierten Produktdokumentation.

Internationaler Standard mit Vorteilen gegenüber Eigenentwicklungen

Sie ist laut Herausgeber zudem der Schlüssel für ein erfolgreiches Datenmanagement: Für Engineeringdatenbanken und Betriebsführungssoftware biete RDS-PP® eindeutige Referenzadressen und erleichtere die datentechnische Lebenslaufverfolgung von Komponenten. Zudem ermöglichen die auf internationalen Kennzeichnungsnormen basierenden Festlegungen des RDS-PP® einen eindeutigen digitalen Datenaustausch zwischen allen Beteiligten der Branche, also den Planern, Herstellern, Versicherern, Betriebsführern und Eigentümern, und bringen so Vorteile im Vergleich zu Eigenentwicklungen von Kennzeichensystemen.

Mitgliedsunternehmen erstellen den Standard

Die neuen Vorgaben zur Festlegung von Anlagenkennzeichen gemäß der „RDS-PP® Anwendungsrichtlinie Teil 32: Windkraftwerke“* ermöglichen es, noch mehr Anlagenteile standardisiert zu kennzeichnen und dadurch Aufwand und Kosten bei Bau und Betrieb zu senken. Der VGB-Standard „RDS-PP® für Windkraftwerke“ wurde von Mitgliedsunternehmen des VGB PowerTech und weiteren namhaften Unternehmen der Windbranche erstellt. Er bringt die Windindustrie auf einen Nenner und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung der Windenergie, heißt es in der Mitteilung des VGB Powertech. Der Verband hat insgesamt 483 Mitglieder aus 34 hauptsächlich europäischen Ländern.

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