23.10.2013, 08:04 Uhr

Kommunale Unternehmen: Energiewende muss oberste Priorität haben

Berlin - Anlässlich der Konstituierung des neuen Deutschen Bundestages und der Aufnahme der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD appelliert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), die Energiewende als zentrales Reformprojekt Deutschlands in der neuen Legislaturperiode voranzutreiben. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: "Um das hohe Maß an Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten und um zu mehr Kosteneffizienz im Transformationsprozess zu kommen, ist baldiges Handeln nötig. Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen machen den Aus- und Umbau hin zu einem effizienteren, bezahlbaren und umweltfreundlicheren Energiesystem unmöglich. Die Energiewende muss in dieser Legislaturperiode oberste Priorität haben. Deshalb sind die Abgeordneten aufgefordert, in den Ausschüssen konkrete und intensiv geprüfte Handlungsoptionen mit Blick auf einen Energiemarkt der Zukunft anzugehen."

VKU will mengenbasiertes Ausschreibungsmodell für Erneuerbare

Aus VKU-Sicht muss der Energiemarkt in einem integrierten Ansatz weiterentwickelt werden. Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit haben dabei höchste Priorität. Der Verband hat dazu im März 2013 ein integriertes Energiemarktdesign vorgelegt, das die Versorgungssicherheit auf wettbewerblichem Wege über Leistungszertifikate gewährleistet und die effiziente Förderung erneuerbarer Energien durch ein mengenbasiertes Ausschreibungsmodell steuert sowie einen innovations- und investitionsfördernden Regulierungsrahmen für die Verteilnetze vorsieht.

Verband fordert auch moderne, flexible und effiziente konventionelle Erzeugungsanlagen

Für den Ausgleich der erneuerbaren Energien, braucht es auch auf lange Sicht noch moderne, flexible und effiziente konventionelle Erzeugungsanlagen, so die Einschätzung des VKU. Viele Anlagen könnten im heutigen Energiemarkt aber nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Selbst bestehende Kraftwerke seien deutschlandweit aus wirtschaftlichen Gründen von der Stilllegung bedroht. Deshalb appelliert der VKU an die Politik, neue gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die richtigen Impulse für Investoren und Betreiber zu setzen.


© IWR, 2013