24.09.2014, 16:13 Uhr

Masdar investiert Millionen in britischen Offshore-Windpark

Abu Dhabi / London – Das arabische Staatsunternehmen Masdar will sein Engagement in die Offshore-Windenergie in Großbritannien ausweiten. Das Unternehmen bestätigte eine neue Investition in den geplanten 402 Megawatt großen Windpark Dudgeon vor der Küste der englischen Grafschaft Norfolk. Die Araber nehmen dazu mehr als eine halbe Milliarde britische Pfund in die Hand.

Es ist nicht die erste Investition von Masdar in ein britisches Offshore-Windenergie-Projekt. Auch im weltweit größten See-Windpark London Array mit 630 Megawatt (MW) Leistung gehört Masdar quasi jede fünfte Offshore-Turbine. Nun wird die 100-prozentige Tochter der arabischen staatlichen Mubadala Development Company beim Dudgeon-Projekt Partner der norwegischen Gesellschafter Statoil und Statkraft.

525 Millionen britische Pfund

Die Investitionssumme für den 35-prozentigen Anteil an dem Offshore-Windpark Dudgeon liegt für Masdar bei 525 Millionen britische Pfund (etwa 670 Mio. Euro). Dies teilte das britische Department of Energy & Climate Change mit. Nach dem Einstieg wird Statoil weitere 35 Prozent der Projektanteile halten und Statkraft 30 Prozent.

Dudgeon soll Ende 2017 fertig werden

Dr. Sultan Al Jaber, Vorsitzender von Masdar, erklärte, dass die Vereinigten Arabischen Emirate der einzige OPEC-Staat ist, der sowohl die traditionellen als auch die regenerativen Energien unterstützt. Sein Land bekenne sich zur Nutzung der Windenergie auf dem Weg zu einer nachhaltigen und dekarbonisierten Zukunft. Nach Fertigstellung soll der 402 MW große Offshore-Windpark Dudgeon etwa 410.000 Haushalte mit Windstrom versorgen können. Der Bau soll 2016 beginnen, mit der Fertigstellung wird Ende 2017 gerechnet.

Statoil: Projekt bringt Werte für alle Beteiligten

Statoil-CEO Helge Lund sagte, dass dieses Projekt einen wichtigen Teil von Statoils Strategie zu erneuerbaren Energien sei und dass es Werte für die Betreiber, die Offshore-Industrie sowie die Allgemeinheit in Großbritannien bringen werde. Statoil werde sein Offshore-Know-How einbringen, während Statkraft die Kenntnisse aus Elektrizitätsversorgung einsetzen werde. Masdars Erfahrungen und Ambitionen im Bereich erneuerbare Energien werden zusätzliche Qualität in das Projekt bringen, so Lund.

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