20.11.2008, 16:01 Uhr

Offshore-Windenergie: BARD-Gruppe erhält umfassendes Versicherungspaket

Emden - Die BARD-Gruppe hat ein umfassendes Versicherungspaket für ihren Windpark „BARD Offshore 1“ abgeschlossen, der ab kommendem Frühjahr rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum errichtet werden soll. Das sei gerade vor dem Hintergrund der neu entfachten Diskussion um das angeblich schwer beherrschbare Risiko auf hoher See ein eindeutiger Nachweis für die Tauglichkeit des BARD-Errichtungs- und Betriebskonzeptes, sagte Heiko Roß, Geschäftsführer der in Emden ansässigen BARD Engineering GmbH bei der Bekanntgabe der Verträge. Laut Roß ist eine so genannte Mitversicherungsgemeinschaft gegründet worden, der auch die führenden deutschen Industrieversicherer angehören. Der Schlüssel zum Erfolg liege in der intensiven und frühen Einbindung der Versicherungen in die Entwicklung der technischen Konzeptionen. Durch das umfassende Versicherungskonzept für den Windpark „BARD Offshore 1“ ist auch das Risiko einer Betriebsunterbrechung abgedeckt. Dadurch sind Ertragsverluste beim Ausfall des Kraftwerks abgesichert. Diese Versicherung konnte mit dem Rückversicherungsmarkt vereinbart werden.
80 WEA mit jeweils 5 Megawatt Leistung
BARD startet im Mai 2009 in der Nordsee mit der Installation von insgesamt 80 Windkraftanlagen mit jeweils fünf Megawatt Nennleistung. Hierfür wird ein eigenes Errichterschiff eingesetzt, das gegenwärtig auf einer Werft im litauischen Klaipeda gebaut wird. Das Schiff, eine so genannte "Jack-Up-Barge", kann sich an vier etwa 70 Meter hohen Beinen aus dem Wasser heben und bietet damit eine feste Arbeitsplattform beim Bau der Windkraftanlagen. Es ist mit zwei Schwerlastkränen ausgerüstet, die bis zu 500 Tonnen auf eine Höhe von mehr als 120 Metern heben. Die erste vollständig vom Wasser aus errichtete Nearshore-Windkraftanlage in der Außenjade vor Hooksiel war Ende Oktober durch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel feierlich in Betrieb genommen worden.

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