14.05.2014, 10:55 Uhr

PNE Wind reduziert Q1-Ebit-Verlust und bestätigt Prognose

Cuxhaven – Neben Nordex hat am heutigen Mittwoch mit dem Windpark-Projektierer PNE Wind AG ein weiterer deutscher Konzern aus der Windenergie-Branche seine Q1-Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen aus Cuxhaven hat weniger Umsatz als im Vorjahr sowie ein nahezu ausgeglichenes Quartalsergebnis erzielt. Die Aktie tendiert leichter.

Wie PNE Wind erklärte, konnte trotz erheblicher Vorleistungen in Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von rund 100 Megawatt (MW), die sich derzeit im Konzern in Bau befinden, ein fast ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Die Zahlen für das erste Quartal 2014 enthalten im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum nun auch die WKN AG und ihre Tochtergesellschaften.

Billhardt: Windkraft-Geschäft im Onshore-Bereich erfreulich

PNE Wind hat in den ersten drei Monaten des Jahres Umsatzerlöse in Höhe von 32,9 Mio. Euro (Q1 2013: 12,2 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis (Ebit) von -0,8 Mio. Euro (Q1 2013: -2,5 Mio. Euro) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie in Höhe von -0,09 Euro (Q1 2013: -0,09 Euro) erzielt. Das Periodenergebnis hat sich auf -5,18 Mio. Euro verschlechtert (Q1 2013: -3,84 Mio. Euro).

Dazu erklärt Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender (CEO) der PNE Wind AG: „Einen großen Anteil an der erfreulichen Steigerung des operativen Geschäfts hat in diesem Jahr der Bereich Windkraft onshore. Zudem wird deutlich, dass wir vor allem auch durch die Übernahme der WKN AG mit unserer weiter verstärkten Auslandspräsenz unser Geschäftsmodell auf ein noch breiteres Fundament gestellt haben. Dies wird sich in Zukunft auszahlen.“

Zahlreiche Windparks im Bau und in der Planung

In Deutschland werden von der PNE Wind-Gruppe aktuell Windparks mit rund 100 MW Nennleistung gebaut. Weitere Windpark-Projekte sind bereits genehmigt (23 MW) oder befinden sich im Genehmigungsverfahren.

Parallel baut der Konzern seine internationalen Aktivitäten aus: Im Ausland befinden sich momentan Windparks in den USA (bis zu 153 MW) und Frankreich (12 MW) im Bau. Darüber hinaus sind weitere Projekte in Frankreich (10 MW), Italien (30 MW), Großbritannien (20 MW), Ungarn (78 MW), Rumänien (102 MW) und Polen (32 MW) bereits genehmigt. In der Türkei wird die PNE Wind AG zudem zukünftig mit der STEAG GmbH kooperieren. Der Essener Stromproduzent hat langjährige Erfahrungen mit Energie-Projekten in der Türkei.

Prognose bestätigt: Kumuliertes Ebit 2014 bis 2016 bei 110 bis 130 Mio. Euro

„Unsere Entwicklungspipeline onshore wie offshore ist gut gefüllt und verspricht bei der jetzt begonnenen verstärkten Umsetzung von Projekten kontinuierliche Rückflüsse. Auf dieser Basis blicken wir optimistisch in die Zukunft. Nachdem wir unsere vorherige Dreijahresprognose erfüllt haben, bestätigen wir für den Konzern, einschließlich der WKN AG, unsere Prognose: wir erwarten in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 ein Ebit von kumuliert 110 bis 130 Mio. Euro“, so Martin Billhardt.

Aktie etwas leichter

Der Aktienkurs der PNE Wind AG tendiert im Handel am Mittwochvormittag nach der Veröffentlichung der Zahlen etwas leichter. Bisalng gibt die Aktie um 0,3 Prozent auf 2,90 Euro nach (Stand 14.05.2014, 10.28 Uhr). Berets seit Oktober 2013 bewegt sich das Wertpapier in der Bandbreite zwischen 2,40 und 3,10 Euro. Zuvor war die Aktie seit Ende 2011 von etwa 1,50 Euro bis auf über 3,40 Euro im Oktober 2013 kräftig geklettert und war 2013 zwischenzeitlich auch im weltweiten Branchen-Aktienindex RENIXX World vertreten.

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