13.03.2007, 12:50 Uhr

Preistreiberei an der EEX-Strombörse?

Frankfurt - Die Strombörse EEX in Leipzig hat Vorwürfe von angeblichen Preismanipulationen auf dem deutschen Energiemarkt zurückgewiesen. So sollen Medienberichten zufolge die großen Energieversorger den Preis an der Strombörse durch Verknappung des Angebots künstlich in die Höhe getrieben haben. Der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, hat den möglichen Schaden für Haushalte und Industrie auf drei Cent pro kWh beziffert. Gleichzeitig warf er den großen deutschen Stromkonzernen „Freibeuterei zulasten der Verbraucher“ vor.
Der Handel an der Strombörse laufe ordnungsgemäß ab, so EEX-Vorstand Hans-Bernd Menzel auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Die am 18. Februar anonym per E-Mail versandten Handelsdaten der EEX-Börse seien zwar richtig. Analysen, die eine Manipulation unterstellten, seien aber irreführend. Menzel kritisierte die Medien, die inoffiziell und illegal verbreiteten Daten aus „dubiosen Quellen“ als Indiz für Preismanipulationen bewertet zu haben. Auch die Energieversorger weisen jegliche Schuldzuweisungen entschieden zurück. Die Strombörse hat wegen Verrats von Betriebsgeheimnissen Strafantrag gegen unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Leipzig gestellt. Auch das Bundeskartellamt will die Vorwürfe nun prüfen.
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Quelle: iwr/13.03.07/