14.05.2013, 16:51 Uhr

Q1 2013: Conergy steigert Umsatz - EBITDA bleibt negativ

Hamburg – Das Hamburger Solarunternehmen Conergy hat im 1. Quartal 2013 Absatzvolumen und Umsatz gesteigert. Die Auswirkungen des starken Preisverfalls zum Jahresende 2012 erstreckten sich jedoch weiter auf die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres und führten zu einem Rückgang beim operativen Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet der Vorstand weiterhin steigende Umsätze zwischen 700 und 800 Mio. Euro sowie ein leicht positives operatives Ergebnis (EBITDA). Conergy CEO Dr. Philip Comberg sagte: "Der Preisverfall hat zwar in weiten Teilen des 1. Quartals unser Ergebnis belastet, seit Mitte März stabilisieren sich die Preise jedoch und steigen teilweise sogar leicht an. Deshalb sind wir optimistisch, dass sich die hervorragende Entwicklung bei Absatz und Umsatz im weiteren Jahresverlauf auch positiv auf unser operatives Ergebnis auswirkt und wir unsere Ziele erreichen." Die Aktie gibt im heutigen Handel bislang um 2,6 Prozent auf 0,378 Euro nach (Stand: 16:13 Uhr).

Volumen- und Umsatzentwicklung positiv

Conergy verbesserte das Absatzvolumen um 83 Prozent auf 128 Megawatt (MW) (Q1 2012: 70 Megawatt). In Europa untermauerte der Systemlösungsanbieter seine starke Marktposition und sehr guten Zugang zu den Dachflächen. In der Region Asien-Pazifik und Amerika (APAM) festigte Conergy seine Präsenz und erhöhte das Volumen um 92 Prozent auf rund 33 MW (Q1 2012: 17 MW). Conergys Umsatz beträgt im 1. Quartal 2013 122,1 Mio. Euro und liegt damit rund ein Viertel über dem Vorjahreswert (Q1 2012: 98,2 Mio. Euro). Auf die europäischen Märkte entfielen dabei 78,1 Mio. Euro (Q1 2012: 64,7 Mio. Euro), dies entspricht einem Plus von rund 21 Prozent. Insgesamt 89 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Conergy in Auslandsmärkten. Der erwirtschaftete Rohertrag im 1. Quartal 2013 ist um 2,6 Mio. Euro auf 17,7 Mio. Euro (Q1 2012: 20,3 Mio. Euro) gesunken. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) belief sich im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf -11,7 Mio. Euro (Q1 2012: -7,6 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -15,0 Mio. Euro (Q1 2012: -11,5 Mio. Euro) und das Konzernergebnis nach Steuern bei -17,8 Mio. Euro (Q1 2012: -14,7 Mio. Euro). Der operative Cashflow war dabei mit -7,7 Mio. Euro aufgrund von verzögerten Zahlungseingängen im Projektgeschäft negativ. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein deutlicher Rückgang (Q1 2012: 6,2 Mio. Euro).

Ausblick: positives EBITDA im Geschäftsjahr 2013

"Wir haben uns für 2013 vorgenommen, unsere Volumina erheblich zu steigern. Dem haben wir bereits im 1. Quartal Taten folgen lassen", sagte Comberg. "Bisher haben wir einen großen Teil unseres Umsatzes im B2B-Geschäft erzielt. Im weiteren Jahresverlauf wollen wir jedoch insbesondere im margenstärkeren Großkraftwerksbau einen weiteren Zuwachs erzielen und so unsere gesteckten Ziele erreichen. Unsere Großaufträge in Thailand waren hier ein sehr guter Auftakt. Neben Thailand fokussieren wir uns insbesondere auf Osteuropa sowie den US-amerikanischen Markt, in dem wir derzeit Finanzierungs- und Zwischenfinanzierungs-möglichkeiten vorbereiten, um unser dortiges Projektgeschäft erheblich auszuweiten."

Für das Jahr 2013 strebt das Unternehmen die weitere Verbesserung wesentlicher Kennzahlen an. So erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr unverändert einen wieder steigenden Umsatz sowie ein leicht positives EBITDA. Eine Erholung des Preisniveaus zugrunde gelegt, soll über eine deutliche Volumensteigerung ein Umsatz zwischen 700 und 800 Mio. Euro erreicht werden, womit der Vorstand die zu Jahresanfang gegebene Umsatzprognose von 650 bis 750 Mio. Euro leicht erhöht. Für das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) geht der Vorstand unverändert davon aus, dass die strategische Neuausrichtung im Wesentlichen abgeschlossen ist und sich bei steigendem Umsatz auch das Ergebnis wieder verbessern wird. Die Planung geht daher weiterhin von einem leicht positiven EBITDA für das laufende Geschäftsjahr aus. Wie bereits in der Vergangenheit liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Erwirtschaftung eines positiven operativen Cashflows.

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