13.08.2013, 08:18 Uhr

Rekord in Tibet: China Longyuan baut höchsten Windpark der Welt

Lhasa, Tibet – Auf einer Höhe von 4.900 Meter über dem Meeresspiegel entsteht derzeit der weltweit am höchsten gelegene und erste Windpark in der Provinz Tibet, der bis zum Ende des Jahres eine Leistung von fast 50 Megwatt (MW) erreichen soll.

Im Buddhismus sind "karmische Energiewinde“ ein zentraler Angelpunkt des Glaubens, denn sie sollen eine enge Verbindung mit dem Geist des Menschen eingehen. Allerdings haben diese Energiewinde wohl eher nichts mit denen gemein, die derzeit die ersten fünf Windenergieanlagen Tibets antreiben. Vor kurzem hat der Versorger China Longyuan die Installation dieser Anlagen auf 4.900 Metern Höhe fertiggestellt – zum Vergleich: Die Zugspitze als Deutschlands höchster Berg hat eine Höhe von 2.962 Metern. In dem tibetischen Windpark Naqu werden 33 Turbinen des chinesischen Herstellers Guodian United Power mit je 1,5 MW Leistung entstehen und zusammen auf 49,5 MW erbringen.

Windenergie in Tibet: Erschwerte Bedingungen vor Ort

Tibet ist die letzte Region in China ohne einen betriebenen Windpark. Dabei bietet sie ein großes Potenzial an Windenergie-Reserven in diesem sehr windreichen Land. Das Problem bei der Erschließung dieser Reserven sind jedoch die vorhandenen Umweltbedingungen vor Ort. Extrem niedrige Temperaturen, eine geringe Luftdichte und hohe Windgeschwindigkeiten gestalten den Betrieb, aber auch den Bau von Windenergieanlagen an solchen Standorten als sehr schwierig.

Weitere Infos und Themen


© IWR, 2013